• Unsere Gemeinde

    Seit dem 1. Juli 2004 sind durch Dekret des Erzbischofs die ehemaligen Gemeinden St. Agnes und St. Johannes-Basilika mit der Kirchengmeinde St. Bonifatius fusioniert. Die Anzahl der Gemeindemitglieder beträgt jetzt ca. 9500.

    Wir befinden uns auf dem Weg aus den drei ehemaligen Gemeinden eine Gemeinde zu gestalten. Seit dem 1. September 2004 leitet Herr Pfarrer Kotzur unsere Gemeinde. Wir wollen Sie auf diesen Seiten über Gottesdienste, Veranstaltungen und die verschiedensten Gruppen und Aktivitäten unterrichten.

    Dem Pfarrer und den MitarbeiterInnen der Gemeinde können Sie über Kontakte ihre Fragen, Wünsche oder Hinweise mitteilen.

    Wir sind:

    • eine große katholische Gemeinde, vielfältig, offen und bunt wie Kreuzberg und mitten im Umbruch
    • Christen eines jeden Alters, die aus unterschiedlichsten Lebensbereichen kommen

    Wir stehen für:

    • Hoffnung und Vertrauen durch Gottes Wort ein Leben für Gott.
    • Das bedeutet für uns Achtung des Lebens und der Menschenwürde und begründet unsere Lebensfreude

    Wir wollen . . .

    • erreichen, dass Gottes Gegenwart erkannt wird und Fragen beantwortet werden
    • dass unsere Kirche für viele ein Zuhause, eine Heimat sein soll

    Wir bieten:

    • Gebet und Gemeinschaft im Gottesdienst seelsorgliche Gespräche
    • Gemeinschaft in verschiedenen Gruppen
  • Integrationsberatung für Migranten

    Jeden Tag kommen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Gründen nach Deutschland. Einige haben Beziehungen oder Verbindungen, die Ihnen die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtern. Andere haben im Gegenteil niemanden, der Ihnen helfen können, und sind meistens orientierungslos.

    Das Büro der Integrationsberatung von St. Bonifatius berät gerne alle Interessentinnen zu folgenden Punkten:

    • Wo finde ich eine Wohnung?
    • Welche Krankenversicherung ist für mich die geeignete?
    • Wo bringe ich meine Kinder zu Schule?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich für mich an?
    • Wie mache ich mich auf die Suche nach Arbeit?
    • Dazu kriegen Sie Informationen über Asylfragen und Rechten.
    • Wir helfen auch mit Hilfe der Priester eine gute Beziehung zur Kirche zu haben.

    Sprechzeit: Jeden Montag zwischen 19.00 – 20.00 Uhr, außer den letzter Montag im Monat.

    Ort: Yorckstraße 88 B, Erdgeschoss rechts, kleines Zimmer

    Kontakt über Pfarrer Ulrich Kotzur, Tel.: 030 78 90 56-11

  • Beauftragte für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs

    Seit 1. März 2011 ist Sigrid Rogge die Beauftragte für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen (bis einschließlich 18 Jahren) durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst im Erzbistum Berlin.

    Sie ist wie folgt erreichbar:

    • Sigrid Rogge
    • Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin
    • Pfalzburger Strasse 18, 10719 Berlin, Tel.: (030) 8600 92 35
    • sigrid [dot] roggeaterzbistumberlin [dot] de

    Frau Rogge ist Ansprechpartnerin sowohl für Opfer sexuellen Missbrauchs als auch für diejenigen, die den Aufklärungsprozess unterstützen können.
    Ihre Aufgabe ist es, Vorwürfen sexuellen Missbrauchs nachzugehen, den Aufklärungsprozess zu begleiten und Betroffenen Unterstützungsmöglichkeiten zu vermitteln. Sie arbeitet in enger Kooperation mit der Bistumsleitung.

    Den Verantwortlichen steht ein Beraterstab zur Seite, der sich wie folgt zusammensetzt:

    • Dr. Peter-Andreas Brand, Rechtsanwalt
    • Stefan Förner, Pressesprecher des Erzbistums Berlin
    • Dr. med. Cornelia Mikolaiczyk, Psychiaterin und Psychoanalytikerin
    • Renate Pies, Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin
    • Pfarrer i.R. Richard Rupprecht

    Die Arbeit orientiert sich an den „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger…“ der Deutschen Bischofskonferenz.
    Die Leitlinien sind online unter http://www.erzbistumberlin.de abrufbar.

    Weiterhin besteht die bundesweite kostenlose Telefonhotline für Opfer sexuellen Missbrauchs (0800) 120 10 00, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 13:00 bis 20:30 Uhr sowie das Angebot der Online-Beratung: http://www.hilfe-missbrauch.de.

    Für den Bereich der Prävention hat sich im Erzbistum Berlin das Katholische Netzwerk Kinderschutz gegründet. Kontakt:

    • Jens-Uwe Scharf
    • Caritasverband für das Erzbistum Berlin, Fachreferent Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
    • Residenzstr. 90, 13409 Berlin,
    • Tel.: (0 30) 6 66 33-10 54
    • j [dot] scharfatcaritas-berlin [dot] de
    • http://www.katholisches-netzwerk-kinderschutz.de
  • Rückblick auf das Taizé-Treffen 2011

    Viele Monate vor dem 34. Europäischen Taizé-Jugendtreffen, welches vom 28.12.2011 bis 1.1.2012 in Berlin stattfand, begannen die ersten Vorbereitungen.
    Die Hauptaufgabe dabei war, Quartiere für möglichst viele Jugendliche und junge Leute zu finden - eine Aufgabe, die sich lange Zeit als sehr schwierig erwies. Kurz vor Weihnachten aber löste sich alles auf wunderbare Weise, es gab sehr viele Quartiermeldungen und einige Gastgeber erhöhten die Anzahl der Plätze.
    Die Resonanz war dann so groß, dass wir nicht nur mehr als die ursprüngliche Quartierzahl hatten, sondern sogar die vorgesehenen Gemeinschaftsquartiere in Räumen unserer Gemeinde auflösen konnten.
    Ein herzliches Dankeschön an alle Gastgeber, die dies ermöglicht haben!

    Ein “Pilgerweg des Vertrauens” sollten die Tage in Berlin sein und auf diesem Weg des Vertrauens waren vor allem die Gastgeber und die jungen Gäste unterwegs, die ihre Wohnungstüren fremden Menschen öffneten oder bereit waren, sich auf ein für sie fremdes Umfeld einzulassen, die Vertrauen hatten und Vertrauen schenkten.

    Es waren aufregende und ausgefüllte Tage für unsere Gemeinde. Knapp 100 junge Menschen aus Polen, der Ukraine, Kroatien und Italien waren zu Gast bei uns, beteten mit den Gastgebern und vielen Gemeindemitgliedern bei den Morgenandachten, hörten beeindruckende Glaubenszeugnisse über das Leben als Christ in Berlin-Kreuzberg und diskutierten in Gesprächsgruppen.
    Höhepunkt des Treffens war sicher der Silvesterabend mit einer intensiven Jahresschlussandacht und dem sich anschließenden „Fest der Nationen“ im Pfarrsaal.
    Da war Gott in Gebet und in der fröhlichen Gemeinschaft verschiedener Nationen eindrucksvoll erfahrbar.

    Nach der Jahresschlussandacht in der Kirche, dem Anstoßen auf das neue Jahr und den vielen Segenswünschen blieben einige junge Italienerinnen in der nun fast leeren und sehr ruhgen Kirche. Ich als Mitglied des Taizé-Teams und ehrenamtliche Küsterin blieb dabei und wurde mit einer wahrhaft himmlischen Atmosphäre beschenkt.
    Leiser Gesang und ruhiges Gitarrenspiel der Italienerinnen erfüllte die in Kerzenlicht getauchte Kirche. Für mich war das eine überwältigende Erfahrung und ein wunderschöner Beginn des neuen Jahres.

    Ich denke, es hat sich für alle Beteiligten gelohnt, sich auf den “Pilgerweg des Vertrauens” zu machen. Die Tage des Taizé-Treffens waren auch ein eindrucksvolles Zeugnis für unseren Glauben an Jesus Christus in unserer weitgehend säkularisierten Stadt.

    Angelika Wnuk

  • "Pilgerweg des Vertrauens"

    Erfahrungsbericht einer italienischen Taizétreffen Besucherin

    Wir sind die italienische Guppe aus Saluzzo, in Piemont. Heute wollen wir euch über unsere Erfahrungen berichten. Dieses war das erste Taizétreffen für uns alle. Es war eine einfache und machtvolle Erfahrung von Einheit: Einheit unter uns und mit anderen. Wir waren wirklich positiv überrascht von der Fürsorge dieser Gemeinde und der Familien. Während der Gruppengespräche, die jeden Morgen stattfanden, konnten wir die Einheit der verschiedenen Kirchen spüren, die wir zwar alle ersehnen, die aber noch nicht Wirklichkeit geworden ist.

    Die Gebete während des Treffens waren einfach. Wir haben die Stille geliebt und die Lieder, die uns halfen, tiefer in uns zu gehen und in die Beziehung zu Jesus. Und wir können sagen, dass ihr uns geholfen habt, das Wort Vertrauen lieben zu lernen: Jetzt verstehen wir, weswegen Frère Roger diese Erlebnis “Pilgerweg des Vertrauens” genannt hat.

    Der Englische Originaltext:
    We are the Italian group, coming from Saluzzo, in Piemonte. Today we shared our impressions about this experience. It was the first Taizé meeting for all of us. It has been a simple and real experience of unity: between us and with others. We were very surprised by the care of this parish and its families.
    During the exchange in groups every morning we felt the unity of churches that all desire, but that we have not yet.

    The prayers during the meeting were simple. we loved the silence and the songs who helped us going deeper in ourselves and in the relationship with Jesus. We can say that you helped us to love the word trust: now we can understand why Frère Roger called this experience “Pilgrimage of Trust”.

    Laura

  • Danke an die Gastgeber für unsere Taizépilger

    Ein herzliches Dankeschön sagen wir vom Taizéteam aus St. Bonifatius allen Gastgebern und Engagierten.
    Sie haben dazu beigetragen, dass diese gesegneten Tage für alle Beteiligten möglich waren.

    Die jungen Pilger haben sich durch ihre Hilfe bei uns in Berlin sehr wohlgefühlt und Kirche in einer sehr lebendigen Form erlebt.

    Ich denke da besonders an die nächtliche Gebetszeit am 31.12.2011 mit dem anschließenden Fest der Nationen im Pfarrsaal. Diese Art des „knackig Betens und feste Feierns“ hat sicher allen gut getan.

    Sicher sind auch wir Berliner durch diesen jugendlichen Schwung und die internationalen Begegnungen reich beschenkt worden.

    Wir würden uns über eine schriftliche Rückmeldung unserer Gastgeber sehr freuen. Teilen Sie doch mit uns ihrer Erfahrungen von diesem Pilgerweg des Vertrauens.

    Für das Organisationsteam
    Pfarrer Ulrich Kotzur

  • „Kreuzberger Himmel“ hat eine weitere Hürde genommen

    Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist jetzt anerkannt! Das bedeutet, wir können ab sofort für alle Spenden und natürlich auch für die Mitgliedsbeiträge Spendenbescheinigungen ausstellen, die steuerrechtlich absetzbar sind. Zur Erinnerung: Der Jahresbeitrag in unserem Verein beträgt nur 24,– €!

    Außerdem möchten wir Sie schon jetzt zu unserem nächsten Stammtisch herzlich einladen! Hier gibt es wieder neueste Informationen über den Stand der Baumaßnahmen, unseren „treuen“ Vormieter und der Personalfragen. Außerdem werden wir als speziellen Gast Frau Julia Funk (eine unserer Lektorinnen) erwarten, die ihr Lieblingsbuch vorstellen wird. Wie immer, am letzten Mittwoch im Januar, den 25.1.2012, um 19.00 Uhr.

    Und am Sonntag davor, den 22.1.2012 werden die Vereinsmitglieder den Frühschoppen nach der 10.30-Uhr-Messe gestalten.
    Auch hierzu sind Sie herzlich eingeladen!

  • Aus der christlichen Welt im Januar 2012

    Die Deutsche Bischofskonferenz hatte am 1.12.2011 gemeinsam mit „missio“ zu einer Pressekonferenz in die Katholische Akademie in Berlin eingeladen. Anwesend war auch der Apostolische Administrator des Erzbistums Lahore, Pakistan, Bischof Sebastian Francis Shaw OFM .

    Der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz stellte in seinem Eröffnungsreferat zum Thema „Christen in Pakistan“ ausdrücklich fest, dass es nicht darum ginge, den Islam generell als christenfeindlich hinzustellen. Er wies darauf hin, dass sein Erzbistum einen sehr guten Kontakt zum Senegal habe und dort würden Christen und Muslime einträchtig zusammenarbeiten, was sich auch positiv auf die Entwicklung des ganzen Landes auswirke.

    Trotzdem sei die Situation in vielen islamisch geprägten Ländern für Christen, aber auch für viele nichtchristliche Minderheiten und auch für manche muslimischen Gruppen sehr bedenklich, z.T. bedrohlich und massiv angewachsen. Das gleiche gelte in spätkommunistischen Ländern wie z.B. China. Grundsätzlich werde der andere Glaube toleriert, doch wenn er sich für Menschenrechte einsetze werden die Gläubigen der Verfolgung ausgesetzt.

    Am Beispiel Pakistan ist hier besonders der Blasphemie-Paragraf (Artikel 295) hervorzuheben. Blasphemie sei jede herabwürdigende Äußerung über den Propheten. Zurzeit seien ca. 1000 Fälle anhängig, davon betreffen fast 200 Christen. Nur 1,7 % der Bevölkerung sei christlich! Christen könnten nicht Richter werden. Ihr Zeugnis habe vor Gericht wenig Wert. Bis vor kurzem gab es ein Gesetz, nach dem Internetseiten, die eines von 1500 Wörtern, die als unislamisch gelten, beinhalten, general für Pakistan gesperrt sind.
    Eines dieser Worte ist „Jesus Christ“! Im Moment wird das aber vor einem Gericht neu behandelt. Durch die Weltpresse geht immer noch der Fall der Katholikin Asia Bibi, die zum Tode verurteilt worden war, nur weil sie bei einem Streit mit Landarbeiterinnen geäußert habe, dass sie Christin sei. Dieser Fall wird auf Grund der internationalen Proteste neu verhandelt.

    Der Erzbischof äußerte auch, dass geplant ist zu der Pro­blematik der Christenverfolgung, aber auch der Verfolgung der Gläubigen anderer Religionen, mit den evangelischen Kirchen näher zusammenzuarbeiten. Die EKD hat z.B. ihren Stephanustag, wo der Christenverfolgungen gedacht wird und auch einige Freikirchen nehmen sich des Themas an. Mit den orthodoxen Kirchen gibt es für diesen Komplex noch keine Zusammenarbeit.

    Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von „missio“, Aachen, berichtete noch von mehreren Fällen in denen eine angebliche Schmähung des Propheten erfolgt sein sollte, allesamt nicht nachvollziehbare Vorwürfe, die aber ernsthafteste Konsequenzen für die Beschuldigten haben. Auch bei einem evtl. Freispruch seien die Opfer weiterhin akut bedroht. Schon das nicht beabsichtigte fallen lassen einer Visitenkarte, die zufällig den Namen Mohammed beinhalte, oder ein Fehler beim Schreiben des Namens des Propheten (es gibt den Fall eines minderbegabten christlichen Mädchens!) falle unter die Blasphemie-Gesetzgebung.
    Schwierig sei aber auch eine öffentliche Äußerung von Stellen aus dem Ausland, da das als Einmischung angesehen werde und sogar zu einer Verschärfung der Lage der Christen führe. „missio“ hat als Argumentationshilfe den „Länderbericht Religionsfreiheit: Pakistan“ herausgegeben. Die Reihe gibt es auch für andere islamische Länder, z.B. über die Türkei. Sie kann unter menschenrechteatmissio [dot] de bestellt werden.

    Aus Pakistan sprach dann Bischof Shaw und berichtete von einem Vorfall, dass ein Muslim in der Kathedrale von Lahore eine Bibel zerriss und Schmähungen gegen Jesus und die Christen rief. Die Polizei nahm ihn zwar mit, doch galt in diesem Falle nicht das Blasphemiegesetz. Das Erzbistum stellte keine Strafanzeige, da das nur zu unabsehbaren Folgen für die Christen geführt hätte. Er berichtete auch, dass z.B. kurz nach dem Attentat am 11.9.2001 in New York Christen in Pakistan willkürlich erschossen worden seien! Zu Verurteilungen komme es in der Regel nicht.
    Aber er machte auch darauf aufmerksam, dass es in der Regel zu keinen Übergriffen gegen Christen komme, sie könnten z.B. auch Weihnachten in der Kirche und auf dem Innenhof um die Kirchen feiern, aber dürften nie nach außen gehen. Außerdem seien Kirchen durch Sperrmaßnahmen gesichert. Er betonte, dass die Christen in Pakistan immer darauf hinweisen würden, dass das Christentum die Botschaft der Liebe und der Vertrauens predige und nicht gegen andere gerichtet sei. Man wirke auf die Gläubigen ein, bei Beleidigungen nicht emotional zu reagieren sondern sie einfach hinzunehmen. Man erhoffe sich dadurch mehr Sicherheit. Für diese „Politik“ habe er von offiziellen Stellen Pakistans Lob bekommen.

    G. Schmidt-Grillmeier

  • Gedanken zum neuen Jahr

    Liebe Schwestern und Brüder im Geiste, liebe Gemeinde, wie wir wissen, die wichtigste Aufgabe der Kirchen ist es, gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen zu verkündigen. Angesichts vielfältiger Orientierungslosigkeit, der Entfremdung von christlichen Werten sind wir besonders herausgefordert, unseren Glauben zu bezeugen: Aufeinander zugehen, gemeinsam handeln, miteinander beten, Dialog fortsetzen und vor allem Nächstenliebe praktizieren.

    Hier in Berlin haben wir die Vielfalt der nationalen, kulturellen und religiösen Traditionen. Und das ist ein überaus großer Reichtum. Aber angesichts zahlreicher Konflikte ist es Aufgabe der Kirchen, miteinander den Dienst der Versöhnung auch für Völker und Kulturen wahrzunehmen. Frieden zwischen den Menschen ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

    In den letzten Jahren hat unsere Gemeinde St. Bonifatius das Miteinander mit den polnischen Brüdern und Schwestern der polnischen katholischen Mission in der Sankt-Johannes-Basilika gelebt, und Gott hat dieses Miteinander gesegnet. Viele Begegnungen haben gute Frucht gebracht (u.a. gemeinsame Pilgerfahrten, Fronleichnamsprozessionen usw.). Möge Gott geben, dass dieses Miteinander weiterhin Bestand hat.

    Das ist auch ein Wunsch des ehemaligen Leiters (2006–2011) der polnischen katholischen Mission in Berlin, Pater Tadeusz Nieweglowski SDB . In einem Interview in der polnischen katholischen Zeitschrift „Przewodnik“ im September, kurz vor dem Deutschlandbesuch Benedikt XVI., hat Pater Tadeusz auf die Frage „Zu welchem Deutschland kommt Benedikt XVI.“ geantwortet:

    „Deutschland ist ein Missionsland geworden, die Gesellschaft ist dort sehr materialistisch eingestellt, der Prozess der spirituellen Erosion schreitet schnell voran, religiöses Engagement bewegt sich auf niedrigem Niveau, die meisten Menschen leben ohne Gott, man hat den Eindruck, dass sie Gott nicht mehr brauchen. Die Gruppen der Gläubigen sind nicht groß, aber wenn sie vorhanden sind, dann sind diese Gruppen mit ganzer Hingabe dabei. Dann sind das Katholiken mit tiefem Glauben und sehr reifem Engagement im Leben der Gemeinschaft.“

    (Do jakich Niemiec przyjeżdża Benedykt XVI? „Niemcy stały się na powrót krajem misyjnym. Tamtejsze społeczeństwo jest bardzo zmaterializowane, w szybkim tempie postępuje w nim proces duchowej erozji. Zaangażowanie religijne kształtuje się na bardzo niskim poziomie. Ludzie żyją bez Boga, można wręcz odnieść wrażenie, że Pan Bóg jest im całkowicie niepotrzebny.Grupy wiernych są nieliczne, ale za to jeżeli już są – to są „na całego”. To katolicy o głębokiej wierze i bardzo dojrzałym zaangażowaniu w życie wspólnoty.“) (Das vollständige Interview können Sie nachlesen (in polnischer Sprache) unter http://www.przk.pl/nr/wiara_i_kosciol/jak_oliwa_na_rany.html)

    Auf diesem Weg möchte ich Sie alle im Namen von Pater Tadeusz ganz herzlich grüßen. Er hat mich beim letzten Telefongespräch darum gebeten. Er denkt mit Wohlwollen an die Begegnungen mit uns.

    Möge unser Herr Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist, uns alles schenken, damit wir den gemeinsamen Weg in Liebe und Frieden weitergehen.
    Bitten wir Gott um den Beistand seines heiligen Geistes.

    Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr,
    Bozena Seidel (ehem. PGR-Mitglied, Runder Tisch, Spiritualitätsausschuss)