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Beiträge aus: Sydneygruppe

Herbe Niederlagen in Rom / 9.09.2008

Als sich herausstellte, dass das Geld für eine Reise nach Sydney zum Weltjugendtag 2008 nicht ausreichen würde, entschieden sich fast alle Mitglieder der Sydney-Gruppe für eine Rom-Fahrt (19.07.2008 bis 01.08.2008) als Alternative. So setzten wir unser Vorhaben in die Tat um und verbrachten je eine Woche in Rom und Lavignio. In Rom wohnten wir in einem Kloster und hatten dort ein volles Programm abzuarbeiten: Wir besichtigten die vier Patriarchalbasiliken (Lateran, Petersdom, Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore), wobei jeder die Möglichkeit hatte, einen Ablass zu erhalten, gingen die Heilige Stiege auf Knien betend hoch, besichtigten die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kappelle. Außerdem nahmen wir an einer Führung über das Forum Romanum und durch das Jüdische Rom teil. Während einer Führung unter dem Petersdom bestaunten wir 2000 Jahre alte Ausgrabungen und beteten am Paulusgrab.

Die zweite Woche verbrachten wir in Lavignio ebenfalls in einem Kloster. Da die Entfernung zum Strand nicht groß war, fand man uns oft am Strand,wo wir uns sonnten, im Mittelmeer badeten, Muscheln suchten und den Sonnenuntergang betrachteten. Unsere Jungs, die von einigen italienischen Jugendlichen zum Fußballspielen herausgefordert worden waren, mussten zu ihrem Leidwesen fünf herbe Niederlagen einstecken. Nachmittags hatten wir oft Messen und beteten den Rosenkranz. Abends versammelten wir uns alle auf der Klosterterrasse, spielten „Werwolf“ und betrachteten den klaren Sternenhimmel, auf dem sich nicht selten Sternschnuppen zeigten. Die Schwestern, die für uns immer in der Mittagshitze Gemüse aus ihrem Garten ernteten, um es abends in schmackhafte Speisen verwandeltzu servieren, schenkten uns Eis, Sekt und tonnenweise Schokocroissants zum Abschied.

Katharina Zell

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Weltjugendtag 2008 in Sydney / 9.09.2008

„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein.“(Apg 1,8).

Unter diesem Motto fand der Weltjugendtag in Sydney statt; und nach einer dreijährigen Vorbereitung hatte ich das Glück, mit einer Gruppe von 29 Jugendlichen aus dem BDKJ für drei Wochen nach Australien fahren zu dürfen.

In der ersten Woche erlebten wir in Melbourne die „Tage der Begegnung“. Wir wohnten bei Gemeindegliedern der Diözese Melbourne, genauer: bei Gemeindegliedern von Saint Peters. Ich war überwältigt von der Gastfreundschaft und Freude mit der man uns begegnete. Von meiner Gastmutter habe ich sehr viel über Australien gelernt, vor allem über die Kunst der Ureinwohner, der so genannten Aborigines.

Dann, nach einer zwölfstündigen Zugfahrt, kamen wir in Sydney an und der eigentliche Weltjugendtag hatte begonnen. Er war sehr gut geplant und durchorganisiert; immer konnte man an einem vielfältigen Programm teilnehmen und Essen gab es mehr als genug. Es fällt mir schwer, den vielen Eindrücken und Erlebnissen auch nur annähernd gerecht zu werden; doch die absoluten Höhepunkte der Woche waren für mich (natürlich) die gemeinsamen Stunden mit dem Papst. Die Ankunft des Papstes war sehr turbulent, der Kreuzweg spektakulär, die Vigil besinnlich und der Gottesdienst anrührend. Die Predigten Benedikts XVI. hatten eine Tiefe und Überzeugung in sich, die ihresgleichen erst noch finden muss. Ich habe in diesen Tagen viel gebetet und unsere Gemeinde Gottes Schutz anvertraut.
Das Programm in einem der Anbetungszelte, „Night fever“, war ebenfalls sehr mitreißend. Viele Menschen legten dort Zeugnis ab, ein Pfarrer und ein Bischof predigten und zwischendurch wurden ein paarmal Lieder eingespielt. Diese Einstimmung führte schließlich zur sakramentalen Anbetung und zum Segen – einer der schön-sten Momente dieser Fahrt.

Die dritte Woche war ein Kennenlernen Australiens mit seiner wunderschönen und aufregenden Natur. In dieser Woche sind wir auch am Great Barrier Reef schnorcheln gegangen.

Ich habe viel aus Australien mitgenommen und jedem, der mit dem Gedanken spielt, 2011 zum Weltjugendtag in Madrid zu kommen, kann ich nur dazu raten. Die Erfahrung ist es allemal wert.

Wer mehr über meine Australienfahrt erfahren möchte, kann übrigens gerne zum Vortrag im Gemeindesaal kommen (der Termin wird noch bekannt gegeben) – alle sind dazu jetzt schon herzlich eingeladen.

Elisabeth Zell

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