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  • Fusion, Interview mit Andreas Willer

    Interview mit Andreas Willer, Mitglied des PGR und des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit

    1. Elfriede Anneser

      "Was hat sich in Ihrem unmittelbaren Gemeindeumfeld seit der Fusion verändert?"

    2. Andreas Willer

      Ich freue mich über die interessanten Begegnungen mit neuen Menschen aus der St.-Johannes-Basilika und St. Agnes, insbesondere im Team des PGR-Blattes. Dessen Neugestaltung ist für mich eine neue Herausforderung, so wie ich es überhaupt sehr interessant finde, bei der Entwicklung der neuen Großgemeinde mitgestalten zu können.

      Diese Entwicklung seit Beginn des Jahres 2004 mit dem 1. Kontakt im Pfarrsaal, über die PGR-Schulung im März in Henningsdorf bis zur 3. Klausurtagung 2005 in Kirchmöser, wo wir um ein gemeinsames Profil gerungen haben?, mit all den intensiven Diskussionen und fruchtbaren Streitgesprächen, empfinde ich als bemerkenswerten und spannenden Prozess. Es ist schön und ein gutes Gefühl, an dem doch akzeptablen Ergebnis mitgewirkt zu haben.

    3. Elfriede Anneser

      "Was vermissen Sie?"

    4. Andreas Willer

      Manchmal habe ich ein vages Gefühl, mir fehlt ab und zu eine gewisse Überschaubarkeit, und St. Agnes, sowohl als Kirchengebäude mit dem großzügigen Gesellschaftszentrum als auch der spirituelle Raum. Außerdem vermisse ich den Neujahrsempfang und die ehemals liebgewonnene Freitagabendmesse in Bonifatius und auch wenn ´s noch nicht konkret spürbar war , die Sicherheit, angesichts der reduzierten Personaldecke, die Gewährleistung dringender Gemeinde-Grundbedürfnisse.

    5. Elfriede Anneser

      "Was empfinden Sie als Gewinn?"

    6. Andreas Willer

      Wie schon oben erwähnt, die Begegnung mit neuen Gemeindemitgliedern und die gemeinsamen Klausurtagungen als Ort des Gemeindeaustausches. Ich freue mich, die wunderschöne St.-Johannes-Basilika entdeckt zu haben. Auch die Notwendigkeit, sich ein (neues) Profil zu schaffen, empfinde ich als Gewinn, weil dadurch Energien freigesetzt und Identität gestiftet wurde. Überhaupt: das Bewusstwerden der Stärken und Ressourcen, letztendlich das Zusammenfließen der verschiedenen Schwerpunkte zu einem sich ergänzenden Profil - so etwas erlebt man nicht alle Tage!

    7. Elfriede Anneser

      "Was hat sich in Ihrer Spiritualität verändert?"

    8. Andreas Willer

      Die eucharistische Anbetung ist eine neue und schöne Erfahrung. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Gottesdienstgestaltung nehme ich bei mir eine größere Sensibilität für unterschiedliche Grade spiritueller Schwingungen und deren Wirkung auf die innere Sammlung wahr. Manchmal mache ich inzwischen auch die Erfahrung, dass es nicht in jedem Gottesdienst möglich ist, zu innerer Sammlung zu kommen (seufz).

    Elfriede Anneser

  • Interview zur Fusion

    Interview mit Ursel Ehlert und Klaus Kühndel

    Es geschah an einem lauen Sommerabend: das Team der laufenden Interviewserie erklomm die 4. Etage des frisch renovierten Hauses in der Lilienthalstraße, dieser bemerkenswerten Straße, die an Prominenz nicht nur linkspolitische und klerikale Persönlichkeiten, sondern eben auch diese beiden allseits bekannten Gemeindemmitglieder aufweisen kann. Unsere freundlichen Gastgeber - beide inzwischen über 70 Jahre - ließen uns auf dem geräumigen Balkon Platz nehmen. Was für eine Aussicht! Zwischen Grün und Grün zeigte sich die Nuntiatur mit ihren bunten Kapellfenstern und etwas weiter rechts die Türme der St.-Johannes-Basilika.

    "Alles Wesentliche unter Kontrolle" sozusagen und das ist ja auch angesagt für den "Papst von Kreuzberg", wie Klaus Kühndel mancherorts genannt wird.

    Klaus Kühndel wohnt hier schon seit vielen Jahrzehnten und arbeitete ebenso lange als Küster: von 1964 bis 1994, 30 Jahre also. Seit seinem Schlaganfall ist der Küsterdienst, den er auch in fast allen Gemeinden der Umgebung immer wieder und auch als Rentner immer wieder gerne und zuverlässig versehen, hat nicht mehr möglich. Sein letztes verbliebenes Amt ist das eines Kirchenvorstand-Mitgliedes.

    Ihm zur Seite Ursel Ehlert, ein ebenso unverwechselbares Musterexemplar von treuem und aktivem Gemeindemitglied, hineingeboren fast, hatte doch ihr Vater vor Klaus Kühndel lange Zeit den Küsterdienst in der JOBA inne. Ursel hatte und hat Paramente, Blumen und Schlüssel immer noch gut im Griff und ist zudem aktives PGR-Mitglied.

    Um nun aber endlich zur Sache zu kommen beginnen wir erst mal mit Ursel:

    Auf die Frage, ob sich in dem unmittelbaren Umfeld ihrer Kirchengemeinde etwas verändert habe, erwähnt sie die frühe Zeit der Sonntagsmesse, was sie aber nicht störe, kann sie sich doch aus vergangenen Zeiten an Gottesdienste erinnern, die bereits um sieben Uhr morgens angesetzt waren. Auch K. Kühndel sieht dies durchaus als Vorteil.

    Neu und bereichernd ist für Ursel Ehlert der regelmäßige Besuch des Seniorenkreises in St. Bonifatius, wo man sich auch mit Senioren aus St. Agnes trifft und den Abholservice genießen kann. Insgesamt seien ihr Veränderungen durch die Fusion nicht negativ aufgefallen.

    Für Klaus Kühndel ist seit der Fusion der Weg zu den Kirchenvorstandssitzungen beschwerlicher geworden, da diese nun schwerpunktmäßig in St. Bonifatius und nicht mehr in der St.-Johannes-Basilika stattfinden.

    Vermissen tun beide nichts seit der Fusion, jedoch ist Ursel Ehlert skeptisch, ob der Pfarrer die Seelsorge bei der Größe der angewachsenen Gemeinde noch bewältigen kann.

    Spirituell habe sich bei beiden nichts mehr verändert, Klaus Kühndel merkte jedoch an, dass die Predigten seit der Fusion kürzer geworden sind. Außerdem seien sie wegen der Lautsprecheranlage in der St.-Johannes-Basilika oft für die beiden akustisch schwer verständlich.

    Alles in allem zeigen sich unsere Gastgeber von den Folgen der Fusion reichlich unerschüttert. In ihrem langen Dienst an der Gemeinde haben sie so viele Veränderungen verordnet bekommen und auch bewältigt, dass diese Fusion verständlicherweise gar nicht mehr sonderlich aufregend ist für die beiden.

    Es ist dunkel geworden und der Mond hat seinen kurzen Bogen zwischen Turm und Hausfassade längst überwunden, als wir den beiden eine gute Nacht wünschenund wieder hinuntersteigen auf die immer noch belebte und allseits beliebte Lilienthalstraße, die uns hoffentlich noch oft zusammenführt in unsere geliebte St.-Johannes-Basilika.

    Elfie Anneser und Andreas Willer

  • Fusion und das nun!

    Wie angekündigt und versprochen in den letzten Pfarrnachrichten stellen wir heute unseren ersten Interviewpartner zum Thema "Fusion und was nun" vor.

    Zur Erinnerung: Wir wollten ein paar Meinungen einfangen und unterschiedliche Perspektiven aufzeigen, um herauszufinden, wie die Stimmungslage in der Gemeinde aktuell ist.

    Als erste Interviewpartnerin stellte sich freundlicherweise die in St. Bonifatius bekannte Christa Brumbauer zur Verfügung. Sie ist im Pfarrgemeinderat und im Liturgieausschuss aktiv.

    Zu der ersten Frage: Was hat sich in Ihrem unmittelbaren Gemeindeumfeld seit der Fusion verändert" nannte sie als augenscheinlichste Veränderung die gewachsene Schar von Ministrantinnen und Ministranten, die mit großem Enthusiasmus und Sorgfalt ihren Dienst am Altar verrichten und somit die Gottesdienste würdig bereichern und mit Leben füllen.

    Wichtig ist ihr die Arbeit im PGR, hier sei es ob der Größe des PGRs oft schwierig, die unterschiedlichen Meinungen unter einen Hut zu bringen. Die entschiedene Haltung der Gemeindeglieder aus der St. Johannes-Basilika wird von ihr zwar als dominant aber auch fruchtbringend erlebt: "Endlich ein PGR, der sich auf das Wesentliche, nämlich auf Spiritualität und Liturgie besinnt und nicht nur Feste organisiert!"

    Die zweite Frage, ob sie etwas vermisse, verneinte Frau Brumbauer klar und deutlich.

    "Was empfinden Sie als Gewinn" so lautete die dritte Frage an Frau Brumbauer: Es gefällt ihr, dass jetzt mehr ehrenamtliche Menschen in der Gemeinde tätig sind. (Ist das vielleicht schon ein Indiz für die gesellschaftspolitisch allseits geforderte Eigenverantwortlichkeit" Anmerkung der Redaktion). Den Zuwachs an und der persönliche Kontakt mit den neuen Gemeindemitgliedern empfindet sie als Bereicherung.

    In Anlehnung an die nächste Frage äußerte sie, dass sich ihr Verständnis von Glaube und Spiritualität nicht verändert habe. Das erweiterte Gottesdienstangebot - das war der Wortlaut der sechsten Frage " nutzt sie nicht. Außer einmal! Da hat sie sich umorientiert: am Mittwoch, den 29.12.2004 feierte sie mit ihrem Edi die Silberhochzeit festlich in der St.-Johannes-Basilika. In St. Bonifatius war nämlich an diesem Tag kein Gottesdienst möglich. "Sogar Leute, die vorher in der Messe waren und die ich nicht kannte, haben uns zur Silberhochzeit gratuliert" resümierte sie zufrieden.

    Alles in allem eine mehr als erfreuliche Notlösung.
    Fortsetzung folgt!

  • Fusion . . . und was nun?

    Unsere neue Serie mit Interviews aus der Gemeinde Fusion hin oder her wir alle müssen jetzt mit ihr leben. Grund genug für die Redaktion des Pfarrblattes, einmal nachzuhaken und Bilanz zu ziehen. Wir wollen ein paar Meinungen einfangen und unterschiedliche Perspektiven zur Fusion betrachten, um ein aktuelles Stimmungsbild zu beschreiben.

    An dieser Stelle wollen wir in loser Folge über Meinungen von Menschen aus unserer Gemeinde zur Fusion berichten. Wir möchten Sie einladen, Ihre Meinung in dieser neuen Rubrik kund zu tun. Lassen Sie sich auf ein Interview ein!!!

    Uns würde dabei besonders interessieren: Was hat sich in Ihrem unmittelbaren Gemeindeumfeld seit der Fusion verändert? Was vermissen Sie? Was empfinden Sie als Gewinn? Haben Sie Gemeindemitglieder aus den fusionierten Gemeinden kennen gelernt? Hat sich Ihr Glaube oder Ihr Verständnis von Spiritualität seit der Fusion verändert? Was halten Sie vom erweiterten Gottesdienstangebot?

    Wenn Sie Interesse bekommen haben, wenden Sie sich bitte an meine Mailadresse andreas-1304 [at] gmx.de oder melden Sie sich unter Telefon 030 / 30 82 39 11.

    Elfie Anneser & Andreas Willer