St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Vom Danken und Geben

29.09.2012 / Redaktion

Liebe Gemeinde,
die Grundlage unseres Lebens ist einerseits die Wahrheit und andererseits der Weg zu ihr.
Die Wahrheit als Gewissheit der höchsten Wirklichkeit, die wir Gott nennen und der Wunsch nach Erlösung, nach Glück, ist der Weg. Diesen beiden Gesetzmäßigkeiten schließen sich zwei Eigenschaften oder Haltungen an: das Vertrauen in die Güte Gottes und der Mut, seinem Wort zu folgen.

Das können wir aber nur, wenn wir das wert schätzen, was Gott uns gibt, und was er uns von Geburt an schon immer gegeben hat. Durch diese Wertschätzung werden wir dankbar.
Dankbarkeit wiederum fördert das Vertrauen, das Mut macht von unseren Wegen abzulassen, um seinen Weg gehen zu können.
Letztendlich ist es das, was wir als „Glauben“ bezeichnen. Wir wissen um die letzte Wahrheit unseres Lebens und richten unser Leben darauf aus. Diese Haltung lässt uns gelassener mit den Schwierigkeiten unseres Lebens und der Welt umgehen.

Weiteres ist das Geben oder Teilen. Aus seinem erweiterten Horizont kann der Christ freigiebiger sein und schenken, ohne seinen Gewinn berechnen zu müssen.
Liebe Gemeinde, diese Freiheit, die uns der Glaube an Gott schenkt, soll uns immer mehr erfüllen. Dann werden wir auch die Gnade Gottes immer wieder neu erfahren. Aus dieser Gnade können wir schließlich leben und für andere zum Zeichen der Hoffnung werden.

Ihr Pfr. Cornelius

Gebet

Herr du rufst uns, dir mutig nachzufolgen, anderen von dir zu erzählen und zu Leuchttürmen des Glaubens an dich zu werden.
Wir bitten dich, bestärke uns in unserem Wirken am Bau deines Reiches. Schenke uns deinen Geist, der uns führt, lehrt und eint, und lass uns immer wieder zu Mittlern deiner frohen Botschaft werden, die uns mit Hoffnung erfüllt.
Darum bitten wir dich, der du lebst und herrschst in Ewigkeit.
Amen.