St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

„Mittendrin- statt nur dabei“ oder „Auf den Spuren der heiligen drei Könige“

20.01.2017 / Redaktion

Wer kennt sie nicht... die heiligen drei Könige, die dem Stern von Bethlehem gefolgt sind, um dem Christuskind ihre Gaben zu überreichen und ihm zu huldigen? Aber kennt man die heutige Sternsinger-Aktion, die dem Weg dieser dreiköpfigen Königstruppe noch heute folgen und von Haus zu Haus ziehen, um den Segen zu spenden, Gaben zu überreichen und Spenden zu sammeln? Meine Antwort nach meiner zweiten Begleitung einer Sternsinger- Gruppe lautet eindeutig „Jaein“.
Nachdem die Sternsinger-Kinder sich in drei Proben auf diese wirklich verantwortungsvolle und schöne Aufgabe vorbereitet hatten, ging es dann am 7.01.2017 zu den ersten Hausbesuchen bei Gemeindemitglieder, die diese Tradition kennen, gut finden und unterstützen.
Und so zog ich mit vier gut gelaunten und präparierten Sternsingern nach einem kurzen Kennlernen los, um die frohe Botschaft zu verkünden. Da wir wieder, wie in den letzten Jahren auch schon, uns mit wundervollen Kleidern, die eine Hand voll Gemeindemitglieder in liebevoller Kleinarbeit genäht und beklebt hatten, aufgebretzelt haben, wurden wir von dem einen oder anderen Passanten interessiert bis verwundert angeschaut. Die Kinder nahmen es mit Humor und beantworteten jegliche Frage. Und so hatten wir bereits vor unserem ersten Hausbesuch die ersten Spenden im Spenden-Kästchen: Ein Passant sprach uns freundlich an, ob wir denn schon Spenden sammeln würden. Die Kids bejahten dies fröhlich. Der Passant freute sich und meinte: „Ich habe da selbst als Kind mitgemacht. Schön, dass es diese Aktion noch heute gibt“, und steckte einen kleinen Schein in unser Kästchen.
Beim ersten Hausbesuch unserer Truppe galt es eine kleine Kommunikationshürde zu überwinden. Aber aufgrund der gut vorbereiteten Kinder, die ihren Glauben, komme was da wolle, in die Welt hinaus trugen, war das alles kein Problem. Mit den Erfahrungen des ersten Hausbesuches ging es dann zum nächsten Hausbesuch von insgesamt fünf unserer Truppe ein paar Meter weiter. Auf den Wegen zwischen den Hausbesuchen wurde immer die Liedauswahl besprochen und der Sprecher für das Evangelium bestimmt. Die Stimmung war einfach super.
Wieder im Pfarrsaal angekommen, war ich zwar erschöpft, aber echt glücklich wieder dabei gewesen zu sein. Ich merke immer wieder, wie mich solche Aktionen auch in meinem eigenen Glauben stärken. Mein großer Respekt gilt neben den Sternsinger-Kindern, die einfach alle toll waren, vor allem den Hauptorganisatoren, die mit 34 Kindern, 70 Hausbesuche „gewuppt“ bekommen haben. Wenn das mal kein Glaubensbekenntnis ist... . Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

Steffi Scheinemann