St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Gen Himmel

Weihnachten 2015 in St. Bonifatius

01.02.2016 / Redaktion

The same procedure as every year... und doch immer wieder anders...

Wer schon einmal im vergangenen Jahrzehnt um 15:30 Uhr am Heiligabend die Kirche von St. Bonifatius betreten hat, der weiß, welch wundersames Schauspiel sich dort abspielt. Der gesamte Kirchenraum macht eine Zeitreise ins gelobte Land vor gut zweitausend Jahren. Bezaubernde Engel verkündigen die Ankunft des Herrn, herrschaftlich stampfende Soldaten zählen das Volk, die Karawane macht sich auf die Reise und am Ende erblickt jedes Jahr von Neuem quasi stellvertretend ein Jesuskind das Licht der Welt. Begleitet wird dieses Ereignis von mehrstimmiger Flötenmusik. Ich habe dann immer den Eindruck, als ob die gesamte Gemeinde auf den Beinen ist. Das ist Weihnachten für mich.
Diesmal lag der Schwerpunkt auf der Mehrsprachigkeit, die dieses Fest mit sich bringt. Und so wurde „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ in verschiedenen Sprachen präsentiert... auch in Gebärdensprache. Es war wirklich toll! Dickes Lob an alle Sänger und Chorleiter, sowie Musiker! Alle Beteiligten feilten an dieser Show der besonderen Art im wahrsten Sinne des Wortes bis zur letzten Minute. Es wurden Stimmbänder geölt, die Hände warmgerubbelt, die Kleider sortiert und die Flöten gestimmt. Dann ging es los. Nachdem das Publikum aufgeklärt war, wurde die Botschaft quasi in die ganze Welt hinaus gesungen. Der Engel verkündete die heilige Neuigkeit dem Joseph. Die Soldaten walteten ihres Amtes, die Karawane machte sich auf den Weg und das Friedenslicht erhellte das gesamte Kirchenschiff, welches wieder eine Art Zeitreise ins gelobte Land vor zweitausend Jahren machte. Als sich dann das diesjährige Jesuskind der wartenden Menge zeigte, ging ein Raunen durch die Kirche. Und ich wusste, nun ist Weihnachten 2015 in Sankt Bonifatius.
Vielen Dank an alle, die das Krippenspiel 2015 zu dem gemacht haben, was es war! Insgeheim freue ich mich schon auf Weihnachten 2016 in Sankt Bonifatius.

Steffi Scheinemann