St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Ein Bus, der sich Gemeinde nennt

© Pfarrei St. Antonius

03.06.2010 / Redaktion

An einem sonnigen Sonntag früh, trafen sich Mitglieder von St. Bonifatius zu der gewöhnlichen Zeit des Sonntags-Gottesdienstes vor der Kirche, um sich auf den Weg zum Dekanatstag zu machen.
Es zuckelte ein bereitgestellter und mit einem bunten Banner geschmückter Bus quer durch die Stadt und zog den einen oder anderen Blick von Passanten auf sich.
Am Ziel, in St. Martin, angekommen wurden wir von winkenden „Brüdern und Schwestern“ (O-Ton Pfarrer Kotzur) in Empfang genommen.

Kaum betraten wir das Pfarrgelände eilten unsere Geistlichen Richtung Sakristei, um dann mit einem Dutzend weiteren Geistlichen zum Altar zu treten, der Dank der riesigen Massen Gläubiger und des traumhaften Wetters im Freien aufgebaut war.
Der Ort für den Dekanatstag mit dem Thema „Ich mache alles neu!“ hätte nicht besser sein können, weil das Baujahr des Gotteshauses von 1930 schon relativ jung ist, wie ich finde. Dieser Fakt wurde dem interessierten Zuhörer bei einer sehr netten Kirchenführung näher gebracht.

Dann begann der Gottesdienst. Er war unter anderem begleitet durch den kirchlichen Nachwuchs, der es in geradezu genialer Weise verstand, genau im richtigen Moment Protest anzumelden. Rede vom Bischof? … Ohne Worte. Nur so viel: Sie hat so gar nicht in das fröhliche Gesamtbild dieses Tages gepasst. Ist also, meiner Meinung nach, arg verbesserungswürdig. Aber die Band, die dem Gottesdienst einen wirklich schwungvollen und klangvollen Anstrich gab, hat es nach den bischöflichen Worten durch fröhliche Musik geschafft, mich wieder in die Realtität zurückzubeamen.

Nach dem Gottesdienst wurde sich herzlich um das leibliche Wohl gesorgt. Aufgrund der Massen, die den Weg nach Kaulsdorf-Nord gefunden hatten, erinnerte das ein wenig an eine Großveranstaltung. Dennoch wurden sämtliche Mägen mit Suppe, Kaffee und Kuchen gefüllt. Gestärkt ging es dann in die Workshops. Ich informierte mich über den Kirchenbau und übte mich im Bogenschießen. Darüber hinaus standen Trampolinspringen, Bibliodrama und Singen noch auf dem Programm- für jeden war etwas dabei.
Nach einer völlig überfüllten Schlussandacht, die nur von einem Bruchteil der Gläubigen besucht werden konnte, hieß es dann im Bus abermals: „Winken! Winken!“ (O-Ton Pfarrer Kotzur).
Wie bereits auf dem Hinweg gab Pfarrer Kotzur auch auf dem Rückweg seine Fähigkeiten als guter Hirte, der stets seine Schäfchen nicht nur auf dem Beichtstuhl zusammenhält, zum Besten. Mit fröhlichem Gesang, wie der Ausflug begonnen hatte, ging die Busfahrt zu Ende.

Steffi Scheinemann