St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins
Gemeinde-Standort der Pfarrei Bernhard Lichtenberg Berlin-Mitte

Corona: Maßnahmen im Erzbistum Berlin und dem Pastoralen Raum Berlin-Mitte

13.03.2020 / Redaktion

Die Hauptamtlichen der Gemeinden des Pastoralen Raumes Berlin-Mitte haben sich auf Grund steigender Corona Infizierungen darauf geeinigt, das Gemeindeleben bis auf die Sonntags- und Wochentagsgottesdienste ausfallen zu lassen. Das gilt für alle Gruppen, Kreise und Gremiensitzungen. Bezüglich der Sonntagsgottesdienste warten die Gemeinden auf eine Entscheidung des Erzbistums.

Informationen des Erzbistums

Liebe Gemeinden im Pastoralen Raum,

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und der jüngsten Entscheidungen auf politischer Ebene ist das Pastoralteam zu diesem Entschluss gekommen. Ausdrücklich wenden wir uns gegen eine Panikmache und wollen diese auch nicht bedienen. Mit unseren beschlossenen Maßnahmen unterstützen wir den Rat der politisch Verantwortlichen in Stadt und Land zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2.

Durch diese Maßnahmen befinden wir uns in unserer Gesellschaft in einer Situation, die wir zuvor noch nicht erlebt haben. Bundeskanzlerin Merkel rief gestern dazu auf, soziale Kontakte zu meiden. Aber was bedeutet das für uns Menschen, die auf soziale Kontakte hin angelegt sind? Vielleicht ist das eine ähnliche Situation, die auch Christus in der Wüste 40 Tage erlebt hat. Wir können dies auch eine Zeit der Entschleunigung nennen. Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner in Beruf und Unternehmen, ermutige ich Sie, diese Ausnahmesituation aus einer spirituellen Blickrichtung anzunehmen. Fastenzeit einmal anders, sicherlich erzwungenermaßen. Vielleicht können wir diese Zeit bewusster für uns und unsere Familien gestalten. Gerade auch dann, wenn so viele Sozialaktivitäten, die nicht mehr stattfinden können, uns auf uns selber zurück verwerfen. So könnte diese Einschränkung auch zu einer neuen Sichtweise auf unser Leben und das unserer Gesellschaft führen. Nutzen wir diese "Auszeit".

Liebe Gemeinde, bleiben wir, trotz aller Verunsicherung, besonnen und zuversichtlich. Nehmen wir verunsicherte Menschen ernst und stehen wir ihnen in ihren Sorgen bei. Nehmen wir diese momentane Situation in unser Gebet. Vielleicht will Gott uns durch diese Situation etwas sagen - wer weiß? Zur Entschleunigung und zum Nachdenken regt es allemal an. Verbinden wir uns mit Christus in unserer anstehenden Wüstenerfahrung in dieser Fastenzeit und lassen wir uns in unserer positiven Zuversicht und Hoffnung bestärken.

Ihr Pfarrer Oliver Cornelius