St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

„Der Stadtaffe muss die Stadt im Blut haben“

©Carla Böhnstedt

28.04.2017 / Redaktion

So heißt es in einem Songtext von Peter Fox. Und wenn das heißt, dass sich jemand mitreißen lässt vom Lebensgefühl einer Stadt, deren Dynamik und Quirligkeit, gerne eintaucht in die unendlichen Facetten und Möglichkeiten, die die Stadt zu bieten hat, dann kann ich mich mit dieser Spezies gut identifizieren. Ich hocke gerne in meinem Lieblingscafé im Kollwitzkiez, probiere mich durch den Naschmarkt in der Markthalle IX, bestaune die Ausstellungen im Hamburger Bahnhof, trete beim Gallery Weekend kräftig in die Pedale, um Locations zu entdecken, die ich bisher noch nicht kannte und lausche interessanten Autoren im Rahmen einer Lesung in der alten Backfabrik...

Was mich besonders begeistert: diese persönlichen Leidenschaften auch beruflich fruchtbar machen zu dürfen, denn zum 1. März habe ich die Stelle der „Pastoralreferentin für Citypastoral“ übernommen. Voraussichtlich ab dem Sommer wird mein Büro in Ihre Gemeinde verlegt werden, denn bei diesem citypastoralen Projekt kooperieren das Erzbischöfliche Ordinariat und St. Bonifatius künftig.
Die Idee: Die Stadt als spirituellen Raum erlebbar machen, indem wir beispielsweise Ereignisse der Stadt als Andockpunkt für ein spirituelles Angebot nutzen (wie den Karneval der Kulturen, der am Pfingstsonntag direkt an der Kirche St. Bonifatius entlang zieht...[siehe auch Seite 10]), um so besondere INSPIRATIONEN anbieten zu können. Solche punktuellen aber intensiven Impulse wollen wir bewusst auch mal außerhalb des Kirchenraumes platzieren (z.B. auf dem Weihnachtsmarkt) oder zu ungewohnten Zeiten anbieten (im Rahmen der Langen Nacht der Museen, o.ä.)

Noch stehen wir bei dem citypastoralen Projekt ganz am Anfang. Suchen und fragen. Überlegen und verwerfen. Diskutieren und experimentieren. Und machen uns auf einen gemeinsamen Weg, um Schritt für Schritt aus dieser anfänglichen Idee ein langfristiges und nachhaltiges Projekt entwickeln zu können, denn „Innovation ist 1% Inspiration und 99% Transpiration.“ (Thomas Edison). Da wird uns also noch so mancher Schweißtropfen von der Stirn rutschen.
Es bleibt also spannend – und deshalb halte ich Sie gerne mithilfe des Pfarrbriefes, aber auch in persönlichen Gesprächen über die weitere Entwicklung des Projektes auf dem Laufenden. Ich freue mich auf unsere Begegnungen.

Carla Böhnstedt