St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Seniorentreffen

05.08.2012 / Redaktion

Auch am Dienstag, den 12.6.12, einen unserer Seniorentreffen mit Feier der Hl. Messe und anschließendem Beisammensein (meist im Clubraum), gab es Kaffee, Tee, Kuchen und liebevoll belegte Brötchen. Die „Macherinnen“ des Buffets und der schön gedeckten Tafel sind immer Frau Wylezich und Frau Petrovski, Leiterin der Begegnung ist Frau Sender und sie sorgt für unser „Programm“.

Dieses Mal ergab sich für uns Beteiligte (es könnten mehr sein, bei drei zusammengelegten Gemeinden) schon zur Hl. Messe eine Überraschung. Es versammelten sich Jugendliche mit erwachsenen Begleitern ebenfalls um den Altar. Sie kamen aus Polen, der Stadt Gniezno, ehemals Gnesen. Herr Pfarrer Kotzur begrüßte die Angereisten und zelebrierte mit Diakon Schaal die Messe, in der dieses Mal außer Herrn Kühn noch zwei Ministrantinnen dienten.

Anschließend waren alle im Pfarrsaal versammelt. Wie ließen es uns schmecken und sangen deutsch/polnisch zum Gitarrenspiel unseres Pfarrers. Seine an uns ältere Gemeindemitglieder gerichteten Fragen – ob unseres Glaubens – woher „Er“ in uns ist, warum wir uns katholisch Fühlen. Wann wir „Ihn“ gespürt haben oder spüren . . . wurden wie folgt beantwortet: „Er“ (der Glaube) stammt zum großen Teil aus den Familien und hat mit den Gefühlen des Geborgenseins, der Wahrheitsliebe und Treue zu tun. „Er“ ist auch in der Sehnsucht nach gutem Geist bei gelebter Gemeinschaft, im Frieden, spürbar. Wir erfuhren voneinander, dass Riten neben dem Wort auch die Seele berühren können. Unser Pfarrer Kotzur konnte von einem Erlebnis während einer Krankensalbung berichten, dessen Verlauf und Folge bei jedem in die Tiefe ging. Alte und junge Gesichter schauten ihn mitdenkend,- wundernd, staunend und aufnehmend an. Wir verabschiedeten uns mit guten Wünschen, alle Anwesenden gegenseitig.

Am Abend las ich vom Pallotiner-Abreißkalender den Spruch des Tages, 12.6.12, er lautete:

„Wir sind mit dem Unsichtbaren näher als mit dem Sichtbaren verbunden.“ (Novalis)

Passt und stimmt, sagte ich zu mir. Es war für mich ein schöner, ein erfüllter Tag, hier in St. Bonifatius.

Silvia Schnirch