St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Der Chor auf Fahrt nach Havelberg

05.08.2012 / Redaktion

Zwei Jahre fiel er aus, dieses Jahr wollten ihn unbedingt alle wieder: Den traditionellen Ausflug des Kirchen-Chores. Hubert Vogler hat alles organisiert, mit großem Eifer und viel Aufwand. Wir können ihm gar nicht genug danken.

Das Wetter war leider schlecht. Die Stimmung dafür umso sonniger. Bis auf eine Person war der Chor komplett dabei. Wir haben auch ehemalige Mitglieder eingeladen mitzukommen, was einige auch gern taten. Der Bus war groß genug.

Es ging nach Havelberg. Über den geschichtlichen Hintergrund der Region sind wir vorab von Herrn Vogler schriftlich informiert worden. Wir hatten das natürlich alle auswendig gelernt (4 DIN-A4-Seiten) und wussten Bescheid.

Die Stadt gefiel uns sehr, der imposante Dom noch viel mehr. Der erste wurde schon 1170 geweiht. Im Dom, durch den es eine Führung gab und ein kleines Orgelkonzert als Zugabe, haben wir natürlich gesungen: Zwei Lieder, die eine Besucherin so beeindruckten, dass sie sich die Noten von uns erbat. Fürs Mittagessen waren wir in einem Landgasthaus im Storchendorf Rühstädt angemeldet. Dort angekommen gab es gleich eine Runde Sekt. Das Ehepaar Vogler ließ auf ihren 39. Hochzeitstag anstoßen. Weiter so! Das Essen hat allen geschmeckt und Störche haben wir natürlich sehr viele gesehen. Auf nahezu allen Gebäuden saß ein Pärchen in seinem Nest. Und auf allen Wiesen und Rasenflächen in und um Rühstädt sah man sie auf Nahrungssuche.

Dieses Fleckchen Erde an Havel und Elbe ist wirklich sehr reizvoll. Einen sehr schönen Blick auf die dünn besiedelte Landschaft konnten wir vom Domplatz in Havelberg genießen. (Immerhin 25m hoch!) Die nächste Etappe Bad Wilsnack ist von Rühstädt nur wenige Kilometer entfernt und reichte nicht mal zum Aufwärmen im Bus.

Bad Wilsnack ist ein bekanntes Pilgerziel bis heute. Im Jahre 1383 soll sich dort ein Wunder ereignet haben, und viele Gläubige strömten dort hin. Eine große Kirche mußte gebaut werden, die noch steht, aber recht renovierungsbedürftig ist. Wie es sich für einen Kurort gehört, hat Bad Wilsnack ein sehr schönes Café mit sehr leckeren Torten. Wir hatten dort auch alle Platz und schlemmten bis zur Abfahrt nach Berlin.

Einen Ehemaligen hat fast niemand erkannt: Pfarrer Marcus Swiderek (einst Kaplan und Mitsänger in St. Bonifatius). Und das machte ihn ein bisschen einsam, bis Simone sich seiner annahm.

Ein schöner Tag!
R.R.