St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Pilgern von Plattling nach Altötting

Pause beim Pilgern nach Altötting

07.09.2018 / Redaktion

Am Montag, den 16. Juli machten wir uns in einer Gruppe von insgesamt 14 Leuten, davon neun Firmlinge, mit dem Zug auf nach Plattling (Niederbayern). Dort haben wir uns auf den ersten Pilgertag und generell auf die Firmfahrt vorbereitet.
Nachdem es am ersten offiziellen Pilgertag etwas chaotisch war und wir auch ein bisschen zu spät am nächsten Tag in Plattling losliefen, hatten wir die Ehre, abends in der Turnhalle in Wallerfing zu übernachten, wo es nicht nur eine sehr große Küche, sondern auch Duschen gab. Ein Luxus, den wir in den nächsten Tagen nicht oft erlebten.

Der allgemeine Tagesablauf während des Pilgerns bestand daraus, morgens möglichst pünktlich um 8 Uhr loszulaufen und nach ein paar Kilometern am Wegrand eine Frühstückspause einzulegen. Im Anschluss an die Pause begannen wir unsere tägliche Schweigestunde, in der wir Zeit hatten, über einen Bibelvers nachzudenken und ihn auf uns einwirken zu lassen. Nach dieser Stunde teilte jeder einzelne dann mit, was ihm zu diesem Bibelvers eingefallen war und dann pilgerten wir auch schon weiter. Nach teilweise gefühlt endlosen Strecken, jeden Tag zwischen 13 und 33 km, kamen wir immer nachmittags an unserer Schlafstätte an, wo wir – egal ob es ein Pfarrsaal, eine Turnhalle oder ein Jugendheim war – immer sehr freundlich empfangen wurden. Im weiteren Verlauf des Tages haben wir dann (wenn möglich) geduscht, unsere Kleidung gewaschen oder auch geschlafen. Abends gab es meistens eine Glaubensfragerunde, wo wir alle Fragen zum Thema Glauben stellen durften. Wir diskutierten u. a. über die Themen Ehe, Homosexualität, Todsünden, Gott und noch vieles mehr. Am vorletzten Pilgertag feierten wir alle zusammen die Pilgermesse in Altötting, bevor es dann am nächsten Morgen wieder nach Berlin zurück ging. Es war insgesamt eine sehr intensive und schöne Fahrt. Ich würde sogar sagen, eher weniger körperlich anstrengend, sondern mehr seelisch beanspruchend.

Hannah Boyles