St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Der Diakon und seine Aufgaben

27.03.2018 / Redaktion

Innerhalb des dreistufigen Standes der Kleriker und des Weihesakramentes in unserer katholischen Kirche ist zwischen Diakon, Priester und Bischof zu unterscheiden.
Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) war der Diakonat nur eine »Durchgangsstufe« auf dem Weg zum Priestertum. Heute wird die Eigenständigkeit des Diakonenamtes stärker betont. Sichtbarsten Ausdruck findet dies in der Weihe von verheirateten Männern zu so genannten ständigen Diakonen.
Für die Priesteramtskandidaten ist der Diakonat dagegen eine Zwischenstufe zwischen dem Gemeindepraktikum und der Priesterweihe. Die neu geweihten Diakone absolvieren ihr Diakonatsjahr in der Pfarrgemeinde, in der sie auch zuvor ihre ersten seelsorglichen Erfahrungen im Rahmen des »Gemeindepraktikums« gewonnen haben.
Diakone dürfen das Taufsakrament spenden, predigen und assistieren in der Hl. Messe, assistieren bei der Trauung und den Beerdigungsritus leiten. Sie dürfen jedoch nicht die Sakramente der Buße (Beichte) und der Krankensalbung spenden. Der Diakon sucht sich einen besonderen Schwerpunkt, wo er Menschen am Rande der Gesellschaft, Kranken oder Benachteiligten besonders nahe sein kann. Der Begriff »Diakon« entstammt dem Griechischen und meint ursprünglich den Diener, dem in der frühen Kirche besondere Dienste an Benachteiligten übertragen wurden, zum Beispiel die Armenpflege. In der Diakonenweihe verpflichten sich die angehenden Priester zu einer bescheidenen Lebensführung, zum Stundengebet, zum Gehorsam gegenüber dem Bischof und zum Zölibat (Ehelosigkeit).

Ich freue mich auf meine Diakonweihe, die am 21. April 2018 in unserer Kirche St. Bonifatius stattfindet. Ich sehne mich sehr danach, mit Gottes Hilfe, den Menschen als Diakon zu dienen und für Sie da zu sein.

Ihr Ronald Humberto Prado Palma