St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Rückblick in die Fasten- und Osterzeit

St. Bonifatius / CC BY 2.0

02.06.2019 / Redaktion

Erinnern Sie sich noch an diese Wüstenlandschaft, die Sie Woche für Woche in der Fastenzeit in der Kirche erwartete? – Das war ein Versuch, einmal etwas anders mit diesem Zeitraum umzugehen, einmal anders besondere Akzente in unseren Sonntagsgottesdiensten zu setzen, die zu mehr persönlicher Reflexion, Besinnung und Stillwerden einluden. Ist Ihnen etwas geblieben?

Uns als Pfarrteam ist die Vorbereitung darauf sehr wertvoll geworden: Jede Woche aufs Neue taten wir gemeinsam den Blick in die Texte des kommenden Wochenendes und spürten dem nach, was als nächstes Thema sein könnte: von den schmerzlichen Versuchungen unseres Lebens über die Gottesbegegnung am brennenden Dornbusch bis hin zum aufgerichteten Kreuz mitten in der Trockenheit unseres Lebens. Wichtig war uns, ganzheitlich unterwegs zu sein: uns von den Dornen stechen zu lassen und den Schmerz wahrzunehmen, die Scherben unseres Lebens zu berühren und sie Gott hinzuhalten, uns dem Kreuz und seinen Ausrichtungen auszusetzen: solidarisch die Welt umfassend und himmelwärts…

Noch ist unsere Wüste nicht vollends aufgeräumt! Sie durfte auch österliche Verwandlung erleben: Sie wurde zum Quellort des Osterwassers, von dem Sie alle mitnehmen durften. Sie kam auch richtig zum Blühen; Blumen symbolisierten das neue Leben, welches unser Osterglaube uns verspricht. Die schönen Feste, auch in der Kirche, sind immer eine große Lebensermutigung. Leider holt uns der Alltag, manchmal auch als Wüste so schnell wieder ein. Deshalb ist uns der Sonntag geschenkt als Höhepunkt und österlicher Kraftquelle - jede Woche wieder neu. Vertrauen wir darauf! Denn Jesus Christus hat uns versprochen: „Ich bin bei euch alle Tag… !“ (Mt 28,20)

Ihre
Paula von Loë
Gemeindereferentin