St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Firmung

07.07.2017 / Redaktion

Dem Geist folgen oder: Gehen musst du selber
Im Sakrament der Firmung werden die Jugendlichen mit dem Heiligen Geist gesalbt. Unwiderruflich erhalten sie Gottes Zusage und die bleibende Gewissheit, dass ihr Leben gelingen wird und letztlich nicht scheitern kann. Dass sie trotz der nicht ausbleibenden Erfahrungen von Leid, Ohnmacht und Schmerz behütet durch das Leben gehen dürfen. Für ihren Lebensweg erhalten sie von Gott selbst die Zurüstung, auch in den manchmal unvermeidlichen Um- und Irrwegen das eigentliche Ziel des Lebens zu erspüren und nicht aus den Augen zu verlieren.
Leben aus der Kraft des Geistes
Bruder Paulus Terwitte hat einmal gesagt: „Der Weg ist nicht das Ziel. Das Ziel heißt: Ankommen bei Gott. Und auf dem Weg zu ihm kommt Gott im Heiligen Geist bei uns an ... Beistand in Versuch und Irrtum.“ Die Jugendlichen werden durch die Firmung befähigt, aus der Kraft des Geistes Jesu Christi ihren Glauben und überhaupt ihr gesamtes Dasein eigenverantwortlich zu gestalten.
Verlässlicher Kompass
Dieser Geist ist es, der ihrem Leben einen inneren Kompass verleiht. Einen Kompass, der in allen stürmischen Zeiten und Dunkelheiten Orientierung gibt und die Lust am Leben und Glauben entfacht. Ein verlässlicher Kompass auf der Suche nach dem letzten Sinn!
Geist der Freiheit
Ein Kompass gibt immer nur die Richtung an, laufen müssen die Jugendlichen selber. Die Firmung bestärkt uns im Christsein und in der Fähigkeit, einen eigenen Standpunkt in einer doch manchmal verwirrenden Welt zu finden. Aber Gott will keine willenlosen Automaten. Er lockt und fordert heraus, nötigt und zwingt aber niemanden. Sein Geist ist der Geist der Freiheit. Die Freiheit, die Gott uns schenkt, befähigt uns, aufrecht durch das Leben zu gehen, unangepasst und kreativ zu sein, fragend und suchend.
Verantwortung übernehmen
Es geht für die jungen Menschen um nichts Geringeres, als sich einzuüben in die Kunst der Lebensführung, die eigenen Begabungen und Fähigkeiten auszuloten und Verantwortung für sich, die anderen, die Welt und den Glauben zu entdecken und zu übernehmen. Das ist weit mehr als bloße Selbstverwirklichung. Es ist ein Unterwegs-Sein im Glauben und Leben, ausgestattet mit dem Geist der Wahrheit und Güte.
Die Welt verändern
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, hat Jesus im Johannesevangelium (Joh 14, 6) gesagt. Wer sich auf diesen Weg einlässt, der wird auch dazu beitragen, die Welt menschlicher, wahrhaftiger und wohnlicher zu machen.

Autor Matthias Micheel

Matthias Micheel ist Leiter der Diaspora-Kinder- und Jugendhilfe im Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Der Text wurde bereitgestellt vom Pfarrbriefservice

Glaubensgespräch Stammtisch

23.07.2017 / Redaktion

Lust aufs diskutieren?
...oder Fragen und Zweifel?

Eine neue Art über Fragen bzgl. Glaube und Kirche zu diskutieren.
Pfarrer Cornelius lädt Sie herzlich zum diskutieren in die Gemeinderäume in der Yorckstr. 88B ab 19:30 Uhr ein.

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