St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Fusion und das nun! Teil 3

30.01.2007 / Redaktion

Interview mit Andreas Willer, Mitglied des PGR und des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit.

Elfriede Anneser

Was hat sich in Ihrem unmittelbaren Gemeindeumfeld seit der Fusion verändert?

Andreas Willer

Ich freue mich über die interessanten Begegnungen mit neuen Menschen aus der St.-Johannes-Basilika und St. Agnes, insbesondere im Team des PGR-Blattes. Dessen Neugestaltung ist für mich eine neue Herausforderung, so wie ich es überhaupt sehr interessant finde, bei der Entwicklung der neuen Großgemeinde mitgestalten zu können.
Diese Entwicklung seit Beginn des Jahres 2004 mit dem 1. Kontakt im Pfarrsaal, über die PGR-Schulung im März in Henningsdorf bis zur 3. Klausurtagung 2005 in Kirchmöser, wo wir um ein gemeinsames Profil gerungen haben?, mit all den intensiven Diskussionen und fruchtbaren Streitgesprächen, empfinde ich als bemerkenswerten und spannenden Prozess. Es ist schön und ein gutes Gefühl, an dem doch akzeptablen Ergebnis mitgewirkt zu haben.

Elfriede Anneser

Was vermissen Sie?

Andreas Willer

Manchmal habe ich ein vages Gefühl, mir fehlt ab und zu eine gewisse Überschaubarkeit, und St. Agnes, sowohl als Kirchengebäude mit dem großzügigen Gesellschaftszentrum als auch der spirituelle Raum. Außerdem vermisse ich den Neujahrsempfang und die ehemals liebgewonnene Freitagabendmesse in Bonifatius und auch wenn ´s noch nicht konkret spürbar war , die Sicherheit, angesichts der reduzierten Personaldecke, die Gewährleistung dringender Gemeinde-Grundbedürfnisse.

Elfriede Anneser

Was empfinden Sie als Gewinn?

Andreas Willer

Wie schon oben erwähnt, die Begegnung mit neuen Gemeindemitgliedern und die gemeinsamen Klausurtagungen als Ort des Gemeindeaustausches. Ich freue mich, die wunderschöne St.-Johannes-Basilika entdeckt zu haben. Auch die Notwendigkeit, sich ein (neues) Profil zu schaffen, empfinde ich als Gewinn, weil dadurch Energien freigesetzt und Identität gestiftet wurde. Überhaupt: das Bewusstwerden der Stärken und Ressourcen, letztendlich das Zusammenfließen der verschiedenen Schwerpunkte zu einem sich ergänzenden Profil - so etwas erlebt man nicht alle Tage!

Elfriede Anneser

Was hat sich in Ihrer Spiritualität verändert?

Andreas Willer

Die eucharistische Anbetung ist eine neue und schöne Erfahrung. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Gottesdienstgestaltung nehme ich bei mir eine größere Sensibilität für unterschiedliche Grade spiritueller Schwingungen und deren Wirkung auf die innere Sammlung wahr. Manchmal mache ich inzwischen auch die Erfahrung, dass es nicht in jedem Gottesdienst möglich ist, zu innerer Sammlung zu kommen (seufz).

Elfriede Anneser