St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Ich bitte um Entschuldigung

Eine Tasse mit Kaffee in deren Milchschaum ein Herz aus Kaffe gemalt wurde.

19.01.2009 / Redaktion

Liebe Schwestern und Brüder unserer Gemeinde!

Ich möchte hiermit um Entschuldigung bitten für die unstatthaften Worte während meiner Predigt am letzten Sonntag (18. Januar 2009) und für das Ärgernis, das daraus entstanden ist. Ich schäme mich und bedaure es aufrichtig . Ich bekenne, dass ich mich echauffiert, getobt habe und grob gewesen bin. Ich habe mich in meiner Ausdrucksweise nicht gemäßigt und keine Rücksicht genommen: die frohe Botschaft wurde in Drohbot¬schaft verwandelt.

Im blinden Eifer habe ich Euch gegenüber versäumt, den Ton der Liebe zu bewahren, die das Kriterium der Wahrheit ist, so dass ich jene schockiert habe, an die ich mich nicht wandte. Meine Worte galten den Abwesenden. Ich dachte, Euch auf die grünen Auen des Herrn zu bringen, und im Gegenteil habe ich Euch durch meine Redeart in die Dornen verstrickt. In keinem Fall will ich Euch einen Last tragen lassen, die ich selbst unfähig wäre zu tragen, denn meine Dienstwilligkeit geht nur das Heil der Seelen an. Ich habe persönlich über meinen Fehltritt mit dem Pfarrer und einigen Pfarrangehörigen gesprochen.
Er plant, einen Abend im März dem Thema Liebe - Freiheit - Toleranz zu widmen. Ich bitte Euch – besonders die Schwestern und Brüder, die sich angegriffen gefühlt haben – ehrlich um Vergebung, und darum, mir Euer Wohlwollen erneuert zu bewahren.

Euer Kaplan Eric Godet. 19. Januar 2009