St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Festlicher Weihnachtsausklang in St. Bonifatius

© Bernd Schmitz

13.01.2017 / Redaktion

Die Weihnachtszeit geht immer am Sonntag nach dem Dreikönigsfest zu Ende. Um das würdig zu begehen haben sich die Sänger und Musikanten, die zum Teil seit Jahren für die Kirchengemeinde – sei es bei Gottesdiensten oder Festen – tätig sind zusammengeschlossen und sind gemeinsam aufgetreten. Es ist erstaunlich welche Vielfalt es an Musikgruppen in der Gemeinde gibt.

Dieses herrliche Vorhaben muss deshalb noch eine Würdigung erfahren - für die aktiv Teilnehmenden, als Dank der Zuhörer und als Information für diejenigen, die verhindert waren zu dem Konzert zu kommen.

Dieses begann unter Leitung von Stefano Barberino mit einem gemeinsamen Auftritt des aus etwa 50 Teilnehmern bestehenden Chors und den etwa 10 Musikanten und der Gemeinde: „O du fröhliche“ stimmte festlich ein und erfüllte den Kirchenraum und stieg zu dem herrlichen Kreuzrippengewölbe auf. Und sorgte von Beginn an für eine gute Atmosphäre.
Im Wechsel spielten der Kirchenchor, das St.-Bonifatius-Orchester (beide unter der Leitung von Stefano Barberino), die Flötengruppen (Leitung Marianne Vogler), der Chor der St.-Johannes-Basilika (Leitung Daniel Reitebuch), der Jugendchor und der Familienchor von St. Bonifatius (beide unter der Leitung von Rufina Kalschnee) alleine oder gemeinsam im Wechsel ein reichhaltiges Programm – in dem auch neapolitanische, irische, englische, polnische und schwedische Weisen dargeboten wurden.

So begeisterte der kleine Chor der St.-Johannes-Basilika durch seinen feinen Klang. Man sang als Referenz an die Polnisch-Katholische Gemeinde, mit der man sich die Basilika teilt, das in Polen sehr bekannte „Cóż ci Jezu Damy“. Die jungen Damen des Jugendchors begeisterten mit ihren strahlenden Stimmen und der Familienchor bot englische Weisen – die einen wunderbaren „Swing“ hatten.

„Stille Nacht“ durfte nicht fehlen und wurde dann wieder von allen Chören und dem Orchester aufgeführt.

Höfisch-feierlich war der Marche Royal von J. B. Lully. Weitere weihnachtliche und festliche Klänge der Komponisten M. A. Charpentier, Antonio Vivaldi, Max Reger, Giovanni Pierluigi da Palestrina bildeten einen bunten Reigen – wir Zuhörer waren begeistert.
Georg Friedrich Händels „Joy to the world“ waren als triumphierender Abschluss des Konzerts gedacht – doch es ertönten „Zugabe“-Rufe und alle Teilnehmer sangen noch einmal gemeinsam mit der Gemeinde „O du fröhliche“.

Das Weihnachts-Abschlusskonzert am 8. Januar war ein kultureller Höhepunkt für unsere Gemeinde und vielleicht gelingt es alle Beteiligten wieder zu vereinen, um an einem anderen Festtag eine weitere großartige Aufführung anzubieten. Und vielleicht haben manche Zuhörer auch Lust bekommen, sich aktiv einer der Gruppen anzuschließen.

Danke, Danke und „Viva la musica!“

Gerhard Schmidt-Grillmeier