St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Beleuchteter Weihnachtsstern am Kirchengewölbe

Auf der Suche nach dem Weihnachtsmoment

26.01.2018 / Redaktion

... oder vielleicht sollte ich es doch lieber als „Finden des Weihnachtsmomentes“ beschreiben? Denn dass das Weihnachtsspiel in Sankt Bonifatius einfach gut ist, in jedem Jahr ein wenig anders... aber dennoch immer gut, das weiß ich schon seit über 25 Jahren. So lange seit es ein „Weihnachtsspiel von der Gemeinde für die Gemeinde ist“. Und genau das ist ein guter Indikator für mindestens einen schönen Weihnachtsmoment.
In diesem Jahr war es besonders, dass die Gruppe, die das Weihnachtsspiel vorbereitet und aktiv mitgestaltet hat, es wieder geschafft hat, die gesamte Kirche zu bespielen. So gab es mehrere Spots, an denen die Weihnachtsbotschaft zu den Menschen getragen wurde. Es ist gelungen, die Spots auch musikalisch über weitere Strecken miteinander zu verbinden. Die gesamte Kirche war quasi voll mit Weihnachten, egal, aus welcher Perspektive man es betrachtet hat.
Natürlich fasziniert mich Jahr für Jahr aufs Neue wie die einzelnen sehr musikalischen Menschen unserer Gemeinde miteinander musizieren, als ob sie schon seit Jahrzehnten Bandkollegen wären. Was mich jedoch immer wieder fast noch mehr verblüfft ist, das schauspielerische Talent des in jedem Jahr neuen Elternpaares Jesu, welches ihr ebenfalls sehr talentierte Kind.. weil es sich einfach wie ein Christuskind verhält... obwohl es wahrscheinlich gerade noch mit ganz anderen Dingen beschäftigt ist... stolz durch die Kirche trägt, um die Weihnachtsbotschaft an die Menschen weiterzugeben. Dieses Mal ist besonders aufgefallen, wie schützend auch Joseph seine Frau kurz vor der Niederkunft durch das gesamte Kirchenschiff auf der Suche nach einer Herberge geleitet hat.
Aus sicherer Quelle wurde mir erzählt, dass das Weihnachtsspiel summa summarum 260 Stunden Vorbereitung in Anspruch genommen hat. Warum macht man das? Eine der Organisatoren hat mir verraten, weil man dann oft wirklich einen Weihnachtsmoment erlebt, z.B. wenn man eben noch „nur“ seine talentierten MusikerInnen und SängerInnen dirigiert hat, man sich dann umdreht und plötzlich das gesamte Kirchenschiff durch himmlische Klänge zu beben beginnt, weil alle 650 bis 700 Leute in der Kirche gemeinsam singen. Dann ist Weihnachten!
By the way, dass man mich gefragt hat, ob ich nicht ein paar Zeilen über dieses Weihnachtsstück schreiben möchte, war einer meiner Weihnachtsmomente 2017.

Steffi Scheinemann