St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

"Alt. Arm. Allein?"

© Renovabis

24.04.2008 / Redaktion

Liebe Gemeinde,
mit dem Leitwort "Alt. Arm. Allein?" rückt die Solidaritätsaktion Renovabis in diesem Jahr die Situation der älteren Generation in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas in den Mittelpunkt. Es sind die alten Menschen, die dort in großer Not leben und am wenigsten vom Umbruch profitieren konnten. Ihnen blieb kein Geld, um für ihr Alter vorzusorgen. Bis heute existiert vielerorts noch immer keine ausreichende soziale Abfederung. Selbst die Mindestrenten liegen in vielen Ländern Osteuropas unter dem Existenzminimum.

Allein und isoliert

Und häufig sind die alten Menschen nicht nur arm, sondern allein und isoliert. Vor allem in den ländlichen Regionen zieht es die jungen Leute in die Stadt. Ein großer Teil von ihnen verlässt die Heimat und hofft, im westlichen Ausland Arbeit zu finden. Zurück bleiben die alten Menschen, die zunehmend damit hadern, als Last empfunden zu werden. Dabei haben sie selbst ihr Leben lang schwer gearbeitet und ihren Beitrag für eine bessere Zukunft ihrer Kinder und Enkel geleistet.

Kollekte für ein Leben in Würde

Renovabis stellt sich bewusst auf die Seite der alten Menschen, damit sie ein Leben in Würde führen können. Gemeinsam mit seinen Partnern vor Ort unterstützt Renovabis Maßnahmen des betreuten Wohnens oder Projekte der häuslichen Krankenpflege, den Bau und Betrieb von Alten- und Pflegeheimen sowie von Sterbehospizen. Damit will Renovabis ihnen und allen benachteiligten Menschen im Osten Europas Hoffnung schenken, wie es im Untertitel zum Leitwort heißt. Die Kollekte für Renovabis findet am Pfingstwochenende 10./11. Mai 2008 statt.

Pfingstnovene

Mit der Pfingstnovene, die wir in der Gemeinde von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten jeweils abends um 18.00 Uhr (Samstags nach der Vorabendmesse) in der Pfarrkirche St. Bonifatius beten, wollen wir uns im Gebet auf die Sendung des Heiligen Geistes vorbereiten und auch den Segen für die Solidaritätsaktion erbitten.

Pfingstgottesdienst

Freuen können wir uns ebenfalls auf den Gottesdienst um 10.30 Uhr am Pfingstsonntag, da in der Kooperation mit dem Chor der "Zu den Heiligen Zwölf Aposteln", unser Kirchenchor mit Orchester und Soli – unter Leitung von Herrn Müller – die Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart singen wird. Sicher ein Genuss und ein zu Gott erhobenes Herz wird daraus folgen.

Herberge für die Kleine Heilige Theresia

Am 20. Mai werden wir dem Reliquienschrein der kleinen Hl. Theresia von Lisieux von 10.30 Uhr bis 18.30 Uhr Herberge geben. Zu ihren Lebzeiten betete sie einmal: "Ich möchte die Welt durcheilen, Deinen Namen verkünden und Dein glorreiches Kreuz in den Heidenländern aufpflanzen; aber, mein Geliebter, eine einzige Mission genügte mir nicht, ich möchte das Evangelium in allen fünf Erdteilen gleichzeitig verkünden, bis zu den fernsten Inseln."

Was der Hl. Theresia auf Erden nicht möglich war, hat ihr Gott nach ihrem Tod erlaubt. Seit 1994 reisen ihre Reliquien in einem Schrein um die Welt. Dabei wird vom "Boden-personal" das Evangelium von der Liebe Gottes verkündet und ihre Hilfe in verschiedensten Nöten erbeten. Viele Menschen haben Vertrauen auf ihre Fürsprache gefasst, denn sie meinte selbst einmal, sich im Himmel nicht ausruhen zu wollen, sondern ihn damit zu verbringen auf der Erde Gutes zu tun. Im Gebet mit ihr vereint wollen wir an diesem Tag in vielfältiger Weise unsere Nöte und Sorgen, sowie unseren Dank und unsere Bitten zum Vater tragen.

Kindertaufe im Sonntagsgottesdienst

Doch der Höhepunkte nicht genug, werden wir am Sonntag, den 18. Mai Kinder – unter ihnen einige Erstkommunionkinder – im Gottesdienst taufen. Christus ruft sie in seine Nähe, nimmt sie an und schenkt ihnen göttliches, ewiges Leben. Für mich als Pfarrer eine Freude zu sehen, wie sich Kinder und Eltern auf den Weg zu Jesus begeben.

Gospelchor St. Konrad

Und schließlich wird am 4. Sonntag im Mai (25. Mai) der Gospelchor aus St. Konrad den Familiengottesdienst um 10.30 Uhr gestalten. Diese Art des Lobpreises und Gesanges zu Gott hat seine eigene Tiefe und Lebendigkeit.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr Pfarrer Ulrich Kotzur