St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Geistliche und bauliche Renovierung

Gewölbedeck und Altarraum in der Kirche

03.05.2014 / Redaktion

Die Welt verändert sich. Unsere Gesellschaft verändert sich. Die Kirche verändert sich. Unser Leben verändert sich, wird aber auch zerbrechlicher. Fragen werden gestellt. Wovon leben wir? Wie wollen wir leben? Wir suchen nach dem, was uns wirklich trägt. Wie können wir heute Gott erfahren? Wie sehen ehrlicher Glaube und lebendige Kirche im 21. Jahrhundert aus?

Wir als Christen glauben, dass jeder Mensch Gott persönlich erfahren und mit ihm leben kann. Gemeinsam leben wir Kirche, die die Botschaft von Jesus Christus als Herausforderung annimmt. Unser Leben ist eine Herausforderung und auch unser Glaube, der immer wieder versucht, trotz allen Hindernissen, in unserer Zeit zu glauben.

Dafür steht die Kirche, als Gemeinschaft und als Kirchenbau. Sie ist sichtbares Zeichen, dass auch nach 2000 Jahren Menschen bereit sind, die Herausforderung anzunehmen. Zeugen des Evangeliums sollen wir sein. Zeugen des Auferstandenen Christus, der auch heute noch als der Lebendige in die Gesellschaft hinein wirken will. So ist nicht nur unser Leben ein solches Zeugnis seiner Gegenwart, sondern auch unser Kirchenbau. In Stein gehauen und weithin sichtbar über Generationen. Jetzt ist es an der Zeit, nach vielen Jahrzehnten, unser wunderschönes Gotteshaus zu renovieren. Deshalb haben wir, der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat, sich entschlossen dieses große Projekt in Angriff zu nehmen. So wie auch vergangene Generationen sich als Aufgabe gemacht haben, die Kirche zu erbauen oder nach dem Krieg wieder aufzubauen und neu zu gestalten, sehen auch wir uns in der Verantwortung, für die nachwachsenden Generationen unsere Kirche zu säubern und freundlicher zu gestallten. Ein Zeichen der Lebendigkeit unseres Glaubens soll sie sein!
Deshalb sahen und sehen Sie in Zukunft immer schon kleine Veränderungen – Vorboten der geplanten Renovierung. Sei es das Baugerüst, das über Wochen in er Kirche stand, um auch im Gewölbe nötige Wand und Farbuntersuchungen zu machen, oder einige Farbproben an der Wand, die eine Vorstellung geben können, wie die Kirche neu erstrahlen kann. Lassen auch Sie sich für die Schönheit unseres Gotteshauses mit Begeisterung anstecken und freuen Sie sich auf das Ergebnis. Geplant ist, dass wir im Sommer 2014 eine neue Heizung in der Kirche installieren, und auf Gasversorgung umstellen.

Außerdem wird es eine effektivere Wärmezufuhr geben. Von Januar bis ca. April 2015 wird dann unsere Kirche ganz für die Renovierung geschlossen, um sie komplett einzurüsten und die nötige Elektronik und Beleuchtung zu erneuern. Die farbliche Neugestaltung der Wände wird dann dem Ganzen den Abschluss geben. Viele fragen nach der Altarwandgestaltung. Wir haben uns nach eingehender Überlegung dazu entschieden, die Gestaltung durch den Künstler Fred Thieler zu belassen, diese aber akzentuiert herauszustellen. Die Überlegungen dahingehend sind aber noch nicht zum endgültigen Ziel gekommen. Ansonsten wird der Altarraum, bis auf kleine Veränderungen, so belassen.
Wenn Sie Fragen haben, stehen ihnen der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat gerne zur Verfügung.

Mein zweites Anliegen geht mit der Renovierung des Kirchenbaues einher. Es ist die geistliche Renovierung unserer Gemeinde. Säubern und gestallten auch wir unsere Herzen und unserer Leben nach dem Vorbild Jesu neu. Es geht mir hier nicht um einen neuen Aktionismus, was wir noch alles tun können. Es geht mir um uns – um unsere Authentizität und um eine Lebendigkeit im Glauben. Nur so werden wir wieder anziehend und einladend für andere Menschen, die auf der Suche sind und die unsere Kirche besuchen. Wir haben den Menschen auch heute noch etwas zu sagen. Es ist die befreiende Botschaft Jesu Christi. Ich träume von einer Gemeinde, die sich regelmäßig sonntags trifft um gemeinsam aus der Eucharistie Kraft zu schöpfen. Eine Zeit und ein Ort, wo man gerne zusammenkommt und auftanken kann, weil die Feier die Seele anspricht. Eine würdige Liturgie und Musik tragen dazu bei. Möge Gott unser Vorhaben segnen, die Renovierung unserer Kirche, sowie unserer Herzen.

Ihr Pfarrer Cornelius