St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

"Offen für alle"

© Pfarrei St. Bonifatius Berlin

25.05.2018 / Redaktion

Von diesen Worten haben sich am Pfingstsonntag viele Gäste des Karnevals der Kulturen angesprochen gefühlt, sind über den roten Teppich in den Kirchenraum von St. Bonifatius eingetreten und standen plötzlich staunend mit offenen Mündern unter dem eindrucksvollen Kreuzgewölbe unseres imposanten Kirchenraums. Mehr als 2000 Menschen haben sich durch die offenen Türen einladen lassen, einen Blick in unsere Kirche zu werfen, die Stille oder die Orgelmusik zu genießen, die verschiedenen Orte in der Kirche genauer zu erkunden, sich „interaktiv“ mit mancher Anregung zu beschäftigen oder sich in ein kleines Gespräch verwickeln zu lassen... Mir ist dabei bewusst geworden: Wir haben mit dieser Kirche per se einen besonderen Schatz. Ich glaube, ich darf sagen, die meisten, die diesen Ort wieder verlassen haben, durften zuvor in irgendeiner Weise für sich Bereicherung erfahren. Sie zogen – wie auch immer – berührt weiter, tauchten wieder ein in das wilde Leben des Umzugs, aber mit einer besonderen Erfahrung mehr im Gepäck.
Das „für alle“ auf Englisch und Arabisch wurde ernst genommen! Auch Muslime aus dem Irak und Saudi-Arabien, sowie Gäste aus Indien schauten sich in der Kirche um, von der man immer wieder annahm, dass es eine evangelische sei.
In der Rückschau ist uns aufgefallen, dass sich wohl die meisten Besucher in ihrer Haltung gewahr waren bezüglich des „Größeren“, dem dieser Ort die Ehre erweist.
Dank allen, die sich an diesem bunten Pfingsttreiben beteiligt haben, die ihr Talent zur Verfügung stellten und mit ihren strahlenden Gesichtern und Gesten einluden, mutig den Fuß über die Schwelle zu setzen. Dank denen, die von Anfang (11.30) bis Ende (18.00) einfach treu d a waren und die Menschen willkommen hießen und für sie zur Verfügung standen. Es war genial, wie sich die Vielfarbigkeit der Kulturen in unserer eigenen Gemeinde spiegelte, alle gemeinsam unterwegs, angetrieben durch den Geist der Freude an unserer Kirche.

Paula von Loë
Gemeindereferentin