St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Der Entwurf eines Pastoralkonzeptes

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16.08.2019 / Entwickler

Das letzte Jahr vor der Pfarreigründung des Pastoralen Raumes Berlin Mitte steht vor der Tür. Die verschiedenen Arbeitsgruppen des Pastoralausschusses haben ihre Ergebnisse der Steuerungsgruppe vorgelegt. In einem Redaktionsteam, bestehend aus Vertretern aller Arbeitsgruppen, wurde am 1. Juli ein erster Entwurf eines Pastoralkonzeptes verfasst. Dieser wird am 22. Oktober dem Pastoralausschuss zur Diskussion vorgelegt. Anschließend wird die dann überarbeitete Fassung der Stabsstelle des Bischofs übermittelt. Wir verstehen unseren Konzeptentwurf nicht als fertiges Konzept, sondern als eine Beschreibung erster Schritte hin zu einem gemeinsamen Leben in der Großpfarrei. Dieses Konzept muss sich anhand wwder Lebensvollzüge und der Realität des Raumes nach Gründung der Pfarrei bewähren.

Wir betrachten das Konzept als Arbeitsgrundlage des zukünftigen Pfarreirates, das in Zukunft fortgeschrieben werden kann. Der Pfarreirat ersetzt die derzeit bestehenden Pfarrgemeinderäte. Ähnlich verhält es sich mit den Kirchenvorständen, die ebenfalls zu einem großen Ganzen zusammenwachsen werden.
Zusätzlich wird es in den Gemeinden jeweils einen Gemeinderat geben, welcher sich um die Belange vor Ort kümmert. Die Aufgabenbereiche der einzelnen Gremien können noch ausgestaltet werden.

Grundlage aller Überlegungen in den AGs, die in den Lebensvollzügen der Kirche die einzelnen Bereiche unseres Zusammenlebens beschreiben, ist der Beschluss des Pastoralausschusses; der da lautet:
So wollen wir das Leben vor Ort in den Gemeinden stärken und sinnvolle Synergien auf Pfarreiebene schaffen. Auch die Hauptamtlichen sortieren nach diesem Prinzip ihre Aufgabenfelder neu. Überschneidungen und neue Schwerpunktsetzungen werden Althergebrachtes hinterfragen, - bei haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Das Zusammenwachsen unserer vier Gemeinden kann für den Einzelnen auch Unsicherheiten mit sich bringen. In einem derart tiefgreifenden Veränderungsprozess ist das eine notwendige Hürde, die wir gemeinsam meistern können.

Sichtbar wird Veränderung schon in diesen Tagen im Zusammenhang mit den Seelsorgeteams vor Ort. Zukünftig wird es vorrangig ein großes Seelsorgeteam für den ganzen Pastoralen Raum geben. Natürlich werden Seelsorger und Seelsorgerinnen auch in den Gemeinden präsent sein, aber es wird eine stärkere Vernetzung spürbar werden.

Erstmalig in besonderer Weise deutlich wird das auch für Sie, wenn wir ab August 2019 folgender Idee nachgehen:
Wir erachten die Präsenz aller Geistlichen an allen Gottesdienststandorten für wichtig. Deshalb sollen alle Priester der Pfarrei – und zwar nur an jedem dritten Sonntag im Monat - den Gottessdienst nach einem Rotationsprinzip in den verschiedenen Kirchen feiern. Damit haben alle Gläubigen, sowie auch alle Geistlichen die Gelegenheit, einander in den Gemeinden kennenzulernen.
Auch die Pastoral- und Gemeindereferenten und referentinnen überlegen ein ähnliches System, um mit den Menschen an den unterschiedlichen Orten in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

Lassen Sie uns mutig miteinander losgehen und weiter an unserem gemeinsamen kirchlichen Lebensraum bauen!

Ihr Pfarrer Oliver Cornelius