St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Kaplan Edward Santiago sagt auf Wiedersehen

Kaplan Edward Santiago / © Jörg Klam

08.08.2019 / Redaktion

Auf Wiedersehen Liebe Brüder und Schwestern, am 14. Mai habe ich den dritten Jahrestag meiner Priesterweihe gefeiert. Nun bin ich also bereits drei Jahre in St. Bonifatius. Drei Jahre, die schnell vergangen sind. Es scheint mir, es sei erst gestern gewesen, als ich in der Gemeinde angekommen bin. Nach den Planungen unseres Erzbistums wechseln Kapläne alle zwei bis drei Jahre ihren Einsatzort. Nach drei Jahren als Kaplan in St. Bonifatius ist nun die Zeit gekommen, mich zu verabschieden.

Ich danke Gott für diese drei Jahre mit Ihnen und mit Euch. Es war meine erste Kaplanstelle – wie viele neue Erfahrungen, Begegnungen und tiefe Gespräche über den Glauben und Sinn des Lebens und über vieles Andere durfte ich hier machen! Viele neue Aufgaben konnte ich angehen, die mir ermöglicht hatten, bei unterschiedlichsten Menschen zu sein: die Feier zahlreicher Gottesdienste, die RKW, die Sternsinger-Aktion, die Abende mit den Ministranten beim Gebet und beim Kochen, Erstkommunionkurse, Senioren-Kaffee, der Besuch in Pflegeheimen, usw. Es gab genügend schöne Momente, auch Momente der Sorge, aber vor allem war es bereichernd, viele neue Personen kennen gelernt zu haben, Schwestern und Brüder im Glauben, Menschen, die mich als Person und Priester bereichert haben.

Ich danke Pfarrer Oliver Cornekius und dem ganzen Team für das schöne Miteinander und für die Zusammenarbeit, die ich erfahren habe. Ich danke Euch und Ihnen allen. Ich habe mich angenommen und wertgeschätzt gefühlt. Es hat sich das Wort Gottes erfüllt: „Jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.“ (Mt 19, 29) Denn ich habe bei Euch und Ihnen eine große Familie gefunden. Ich bedanke mich für Ihre Geduld mit mir, Ihr Vertrauen, und bitte um Entschuldigung dafür, was ich falsch gemacht habe oder mir nicht gelungen ist.

Was meine Zukunft betrifft, war es für mich überraschend, dass neuen Aufgaben mich in das Haus zurückführen, das mich aufgenommen hat, als ich dem Ruf Gottes nach Berlin gefolgt bin: das Priesterseminar Redemptoris Mater, in dem ich ausgebildet und wo mir viel geschenkt wurde. Ich bitte Gott, dass er mir hilft, in meiner neuen Aufgabe als Subregens ein bisschen von dem zurückzugeben, was ich selbst dort bekommen habe. In einer „halben Stelle“, wie man sagt, werde ich darüber hinaus im Pastoralen Raum Berlin „Wuhle-Spree“ mitwirken. Diese Aufgaben sind für mich eine große Herausforderung. Aber mit Vertrauen auf den Beistand Gottes nehme ich sie mit Freude an und bitte Sie und Euch um das Gebet.

Hasta pronto!
Euer Kaplan Edward Santiago