St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Klausurtagung Haus St. Vinzenz, 30.6.2018

07.09.2018 / Redaktion

Die Einladung des Pfarrers zu der Klausurtagung traf uns einzelne Mitglieder der JOBA-Gemeinde ziemlich überraschend und es war nicht einfach, den Termin wahrzunehmen, aber was hilft‘s? Wir, die wir eingeladen waren, kamen zu dem Treffen des Pfarrgemeinderates dazu, um uns über die Entwicklung des Standortes St.-Johannes-Basilika zu beraten. Diese heikle Situation wurde von Esther Göbel und Christopher Maas (kirchliche Organisationsberatung, Begleitung zum pastoralen Raum) begleitet und moderiert.

Unser Pfarrer Cornelius hatte uns ja schon Tage vor­her mit dem Hinweis auf Flexibilität und Offenheit für Veränderungen eingestimmt, aber dann waren wir doch überrascht zu hören, dass die JOBA saniert werden soll und die Gemeinde sich deshalb aus dem Vertrag mit dem Erzbistum freimachen will, um sich nicht an den Kosten beteiligen zu müssen.

Die Frage, ob es da noch Alternativen zum endgültigen AUS gibt, wurde kontrovers diskutiert. Klar, dass wir von der JOBA uns nicht gerne darauf einlassen, die Joba, unsere spirituelle Heimat, stillschweigend auf- und preiszugeben. Die Qualität unseres Gemeindelebens ist einzigartig und der Verlust für viele mit nichts aufzuwiegen.

Immerhin verbleibt das Maria-Ursula-Haus unangefochten in unseren Händen und auch die Freitagabendmesse samt Anbetung im Anschluss ist auch weiterhin (voraussichtlich, Anm. d. Red.) machbar, aber ob eine deutschsprachige Messe am Sonntag gewährleistet bleibt, ist ungewiss und scheint auch von dem guten Willen der polnischen Mission abzuhängen. Großartige internationale Einrichtungen wie das Treffen der Rosary-Kids (es waren letztens 30 Personen, die zusammen gebetet und gefeiert haben) sind infrage gestellt. (Anm. d. Red.: Nicht infrage gestellt. Nur der Ort des zukünftigen Treffens wird neu überlegt.)

Wie dem auch sei, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen und wir hoffen auf Solidarität und beten um konstruktive Ideen und Impulse, um diesen wertvollen Ort kirchlichen Lebens innerhalb unseres pastoralen Raumes nicht ganz verlieren zu müssen.

Ihre E. Anneser & I. Irwin