St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Tagträumereien

07.09.2018 / Redaktion

Erinnern Sie sich noch an das Sommerkonzert?
Es war wie im Urlaub...

Der Gesang der Chöre und der Gemeinde stimmen mich ganz auf Urlaub ein. Und die Auswahl des Programmes tut ihr Übriges dazu bei:
Der „Lerchen-Gesang“ von Mendelssohn, der „Sonnenaufgang“ von Rosenheck ist für mich wie ein Flanieren, ein Treiben durch die Menge, durch den Ort. „Am Lagerfeuer“ von Rosenheck „ein leichtes“ zur Ruhe kommen. Aber mit der Melodie von „Biene Maja“ wieder ein jähes Ausflippen und übermütiges Hüpfen.
Die Instrumentalgruppe mit Telemanns Andate und Vivaldis Preludio erzeugt in mir das Gefühl am Wasser zu sitzen, die Wellen leise rauschen und die Grillen zirpen zu hören. In Gedanken genieße ich den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein.

Es wird ruhiger, die Nacht bricht herein, da erklingen engelsgleiche Stimmen des Jugendchores. „Vem kann segla förtan vind?“ Und „Greensleeves“ lassen meine Seele baumeln. Das Musikstück „Jimba“ holt mich zurück auf diese Welt und ich möchte mich am liebsten im Takt wiegen.

Haydns Kindersinfonie lässt im Geiste die Nacht lebendig werden. Ich denke an ausgelassenes Feiern und Tanzen. Ob das vom Jugendchor und Orchester so gewollt war? Ich weiß es nicht, aber es fühlt und hört sich gut an. Mit den Volksweisen „Nun will der Lenz uns grüßen“ und „Am Brunnen vor dem Tore“, begebe ich mich auf Wanderschaft. Meine Nachbarin denkt wie ich – wir würden gern mitsingen bei „Der Mond ist aufgegangen“. Dann habe ich es plötzlich eilig. „Ein Jäger längst dem Weiher ging“, es zieht mich an einen mir unbekannten Ort, der mich ruft, wo ich gern sein möchte.

„Möge die Straße uns zusammen führen“, um immer wieder solch zauberhaften Klänge zu hören und zu genießen. Und bis wir uns wieder sehen hält nicht nur Gott mich fest in seiner Hand. Sondern auch ich halte diesen musikalischen Schatz für mich ganz fest. Danke.

Jeanette Stehr