St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Wallfahrt des Pastoralen Raums nach Erkner

04.10.2019 / Entwickler

Unter der Überschrift „Besinnungs- und Begegnungstag“ ging es am Samstag, 17. August, an den östlichen Stadtrand von Berlin nach Erkner. Grundgedanken der „Arbeitsgruppe Liturgie“, die bei der Vorbereitung federführend war, waren ein besseres Kennenlernen der Menschen und Gemeinden in der zukünftigen Pfarrei in Berlin-Mitte und dies verbunden mit einem Weg, der gemeinsam an einen anderen Ort führen sollte. Nachdem das vertraute Wallfahrtsziel „Christian-Schreiber-Haus“ in Alt Buchhorst aus praktischen Gründen nicht mehr in Frage kam, entdeckten wir einen etwas näher gelegenen Ort, der als Station auf dem Jakobsweg wohl nicht so bekannt ist. Die dortige Gemeinde St. Bonifatius zeigte sich sowohl sehr gastfreundlich als auch mit schönen Räumlichkeiten und vor allem einem großen Garten ausgestattet.

Einzelanreise war möglich, aber am besten war es natürlich, sich gemeinsam mit Fahrrädern, Kleinbussen oder der Bahn auf den Weg zu machen. Nach einer lockeren Begrüßung vor der Kirche begann darin um 11 Uhr die Eucharistiefeier, konzelebriert vom Leitenden Pfarrer Oliver Cornelius mit den Patres Serge Armand Kouamé und Christophe Jacob, Pfarrer Michael Wiesböck und Kaplan Ronald Prado. Es war toll anzusehen, wie bereits in der Messe und dann im Saal und im Garten immer mehr Offenheit für zum Teil bis dahin fremde „Nachbarn“ entstand.

Zu so einem Tag gehören natürlich gemeinsames Essen und Trinken, dass einerseits aus St. Dominikus gestellt, aber vor allem von vielen Teilnehmern mitgebracht worden war. Als eine Besonderheit gab es vom „Eismann“ fast den ganzen Nachmittag frisches Eis in vier den bisherigen Gemeinden zugeordneten Farben und Geschmacksrichtungen.

Zum besseren Kennenlernen und Untereinander-Vernetzen trugen u. a. kurze Vorstellungen der Gemeinden bei, wie auch lockere Gespräche an den Kaffeetischen mit Fragen wie „Wo erkennen wir Chancen, was bereitet uns Sorgen im Hinblick auf den Pastoralen Raum?“ oder „Wo sehen wir die neue Pfarrei in fünf Jahren?“ Eine Andacht, wiederum in der St.-Bonifatius-Kirche, rundete den Tag ab. In ihr wurden Gedanken und Ergebnisse der Wallfahrt zusammen-, aber vor allem Bitten und Wünsche für den weiteren Weg vorgetragen. Als kleine Erinnerungen konnte jeder einerseits eine in diesem Gottesdienst entzündete Kerze mitnehmen, andererseits auch eines der 2019 farbigen Plättchen, die um Pfingsten herum bei der Kunstaktion in der Berliner Bonifatius-Kirche von der Decke gehangen hatten.

Jörg Volpers