St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

„Tauet ihr Himmel den Gerechten!“

27.11.2007 / Redaktion

Im Advent feiern und erwarten wir als gläubige Menschen das zweimalige Kommen unseres Herrn Jesus Christus.

„Tauet ihr Himmel den Gerechten!“

Mit diesem alttestamentlichen Ruf, dass der Himmel den Gerechten herabsenden möge, wartete schon das Volk Israel auf den kommenden Messias. Dies ist in der Geburt Jesu in Bethlehem geschehen. Gott wendet sich uns zu; leibhaft erfahrbar, menschlich, sichtbar, hörbar, spürbar, nachempfindbar . . .!
Im Krippenspiel werden wir aufbrechen und nachsehen, mitgehen und erspüren, dass Gott sich vor 2000 Jahren geschenkt hat und dies auch heute noch tut. An Weihnachten feiern wir die Sehnsucht Gottes beim Menschen zu sein.

„Tauet ihr Himmel den Gerechten!“

Mit diesem alttestamentlichen Ruf warten wir ebenfalls auf die Wiederkunft Christi am Ende der Tage. Noch im Dunkeln, aber schon ein wenig erhellt durch den Schein der Kerzen, feiern wir am Morgen oder auch am Abend Rorategottesdienste. Rufen und flehen, dass Gott die Zeit vollende, dass die Dunkelheit, alle Traurigkeit, alle Krankheit und der Tod für immer enden mögen. So wie das Licht auf unseren Adventskränzen sich vermehrt, soll das Licht Gottes um sich greifen.

„Tauet ihr Himmel den Gerechten!“

Mit diesem alttestamentlichen Ruf, können wir mit manchem Gottesloblied (z.B. GL 801) gemeinsam oder auch allein singen, dass Gott in unseren Herzen geboren, wiedergeboren werde, vielleicht trotz aller Hektik gerade im Advent und vielleicht trotz aller menschlichen Not in die so manch einer geraten ist.

„Tauet ihr Himmel den Gerechten!“

Mit diesem alttestamentlichen Ruf, möchte ich für uns als Gemeinde Gottes Nähe herabsehnen. Möchte erwarten, dass Gott in uns, an uns und mit uns handelt. Dass Einsamkeit sich wandelt in Gemeinschaft, dass Missverstehen sich wandelt in Verständnis und dass Hungern und Dürsten nach Anerkennung sich wandelt in gegenseitige Achtung und Beachtung.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute Adventszeit und gesegnete Weihnachten.

Ihr Pfarrer Ulrich Kotzur