St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Gen Himmel

Aus der Christlichen Welt im November 2011

26.11.2011 / Redaktion

Ende Oktober hatte Papst Benedikt XVI. zum dritten interreligösem Dialog in Assisi eingeladen. Vor 25 Jahren hatte sein Vorgänger Papst Johannes Paul II. das Gebetstreffen initiiert. Diesmal kamen ca. 300 Teilnehmer von zwölf Weltreligionen und Tausende Besucher. Zum Abschluss wurde eine gemeinsame Verpflichtung zum Frieden unterzeichnet. Erstmals nahm auch eine Vertretung von Nichtgläubigen teil. Gebetet wurde getrennt, um eine Vermischung der verschiedenen Glaubensinhalte zu vermeiden.

Der Hamburger Weihbischof bezeichnete den Gottesdienst mit dem Papst in der Luther-Gedenkstätte Erfurt als ökumenisches Zeichen ersten Ranges und zeigte sich von der Kritik der Evangelischen Kirche in Deutschland enttäuscht.

Im Vatikan hatte der Papst 30 Spitzenvertreter von Christen, Juden, Muslimen und Drusen aus Israel empfangen. An dem Treffen mit dem Israelischen Religionsrat hatten neben dem Jerusalemer Oberrabbiner, das Oberhaupt der Muslime in Israel, der Drusenführer, der Lateinische Patriarch, Bischöfe der christlichen Kirchen der Melkiten, Maroniten, Anglikaner und Syrisch-Orthodoxen teilgenommen. Das als historisch bezeichnete Friedenstreffen schloss mit einem gemeinsamen Apell, die Heiligkeit des menschlichen Lebens zu akzeptieren und Gewalt, insbesondere wenn sie im Namen der Religion verübt wird, zurückzuweisen.