St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Aus der Christlichen Welt im Dezember 2012

29.11.2012 / Redaktion

Die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Ägypten hat einen ihrer Mönche an seinem 60. Geburtstag als Papst Tawadros II. (Papst von Alexandrien, Patriarch von ganz Afrika und des Stuhls des heiligen Markus) eingesetzt. In der Markus-Kathedrale von Kairo fand im November die Amtseinführung statt, daran nahm auch der ägyptische Regierungschef Hischam Kandil teil.

Papst Tawadros II. machte klar, dass er für alle Ägypter da sei – auch für Moslems. Er sei auch das Oberhaupt aller Kopten weltweit. Zu den zunehmenden Belästigungen von Frauen, die sich unverschleiert zeigten, darunter natürlich viele Christinnen, nahm er nicht Stellung. Auch nicht dazu, dass Christen oft am Besuch des Gottesdienstes gehindert wurden.

Papst Benedikt XVI. hat sechs neue Kardinäle ernannt – alles Nicht-Europäer. Darunter sind der Inder Baselios Cleemis Thottunkal, der Groß-Erzbischof der mit Rom unierten Syrisch-Malankarischen Christen und der Libanese Béchara Rai, er ist Patriarch der Maronitischen Christen.

Der mit Zustimmung des Vatikans und der chinesischen Regierung geweihte Bischof Thaddeus Ma Daqin aus der Diözese Schanghai wurde eine Reise nach Rom untersagt und gleichzeitig unter Hausarrest gestellt. Er hatte es gewagt, sich bei seinerWeihe öffentlich von der „Chinesischen Katholischen Patriotischen Vereinigung“ (die auf Druck des kommunistischen Regimes gebildet worden war und in der ca. 5 Millionen Katholiken organisiert sind) lossagte. China hat geschätzt 100 Millionen Christen, davon ist die Mehrzahl protestantisch. Auch dem Bischof von Taichung Martin Su Yao-wen wurde die Reise nach Rom verweigert – er sollte an der Weltbischofssynode im Vatikan teilnehmen.

G. Schmidt-Grillmeier