St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Das so etwas wieder in Berlin möglich ist!

© Axel Nickolaus

11.11.2014 / Redaktion

Erst radikale Gegner beim „Marsch für das Leben“, dann ein Anschlag auf die Kirche Herz-Jesu im Prenzlauer Berg. Was sich alles unter dem Deckmantel der Toleranz in unserer Stadt verbirgt, ist schon erstaunlich. Aber wie wird die Allgemeinheit darüber informiert? In den offiziellen Nachrichten bleibt das Thema am Rand. Es scheint keine große Beachtung zu finden. Aber das ZDF legte noch nach. In der Satiresendung „Die Heuteshow“ wurden die Teilnehmer lächerlich gemacht und bewusst religiöse Gefühle verletzt. Doch Proteste von politischer Seite gegen den Anschlag und den Umgang mit christlichen Demonstranten bleiben bislang aus. Der kirchenpolitische Sprecher der CDU Franz Jung sagte, dass solche gewaltsamen Übergriffe einen Angriff auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung darstellen. Wie gehen wir Christen mit solchen Ereignissen um? Melden wir unseren Protest an? Manchmal scheint es, dass die Täter solcher Anschläge mit dem Schweigen der Feigen belohnt werden. Daher verlangt ein solch blinder Hass gegen religiöse Einrichtungen eine klare Reaktion nicht nur der Volksvertreter, vielmehr auch der Christen in dieser Stadt. Es scheint, dass bei der Bemessung von Gewalttaten mit zweierlei Maß gemessen wird. Welchen Aufschrei hätte es wohl gegeben, wenn eine Moschee oder sogar eine Synagoge betroffen gewesen sei?

Pfarrer Cornelius