St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Was steht an im Jahr 2012

31.12.2011 / Redaktion

Liebe Gemeinde, von Benedikt XVI. stammen die Worte:

„Am Fest der Geburt Jesu feiern wir die unendliche Liebe Gottes für alle Menschen: Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab‘ (Joh. 3,16), und er hat sich so innig mit unserer menschlichen Natur verbunden, dass er sie teilen wollte und Mensch unter Menschen geworden ist, einer von uns. Im Kind von Bethlehem offenbart uns die Kleinheit des menschgewordenen Gottes die Größe des Menschen und die Schönheit unserer Würde als Kinder Gottes, als Brüder und Schwestern Jesu. Wenn wir dieses Kind betrachten, dann sehen wir, wie groß das Vertrauen ist, das Gott in jeden von uns setzt, und wie viele schöne und große Dinge wir in unserem Alltag tun können, wenn wir mit Jesus und wie Jesus leben.“

Erfreuen wir uns an der Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Mögen unsere Gottesdienste von seiner Gegenwart erfüllt sein, mögen wir darin die Mitte unseres Lebens finden. Denn so können wir dem, was das Jahr 2012 bringen wird mit Gelassenheit und Spannung entgegengehen.
Im kommenden Jahr werden wir als Gemeinde wieder Veränderungen erleben, die sich schon angekündigt haben und sicher auch Einige, die unerwartet eintreten werden.

So wird Herr Klotz nach 32 Jahren der Tätigkeit in St. Bonifatius zum 31. Juli 2012 in den wohlverdienten Ruhestand gehen, wir ihn zünftig verabschieden und gleichzeitig ab Januar auf die Suche nach einem neuen Kirchenmusiker gehen. Ein Arbeitskreis Kirchenmusik hat sich gebildet, um eine Stellenausschreibung zu erarbeiten. Vielleicht werden wir eine Reihe von Konzerten im 2. Quartal erleben, wenn die verschiedenen Bewerber sich der Gemeinde präsentieren werden. Schauen wir mal.

Präsentieren gibt mir ein weiteres Stichwort für das kommende Jahr, denn diese Kirchenmusiker werden auf der Stockmann-Orgel aus St. Agnes spielen dürfen. Nachdem wir nun endlich einen finanzstarken Investor gefunden haben, der sich in das St.-Agnes-Ensemble verliebt hat, bereit ist das Gebäude zu sanieren und wir eine Pacht erhalten, hat der Kirchenvorstand im November 2011 beschlossen, die Liegenschaft St. Agnes in der Alexandrinenstrasse für 99 Jahre in Erbpacht zu verkaufen. Dort wird eine Kunstgalerie entstehen.

Dementsprechend sind wir nun Besitzer von zwei Orgeln, aber nur eines Kirchgebäudes. Nach der Prüfung, ob wir die Orgel zusätzlich in St. Bonifatius einbauen könnten, der sachkundigen Überprüfung beider Orgeln, der Befragung kompetenter Berater, welche Orgel welche Vorteile bringt, und der finanziellen Überlegung für die nächsten 80 Jahre, hat der Kirchenvorstand entschieden, die Orgel aus St. Agnes in St. Bonifatius einbauen zu lassen. Viele unsere Gemeindeglieder, die aus St. Agnes stammen, werden sicher sagen: „Unsere Orgel kommt nach Hause“.
Wir werden versuchen, dieses Projekt bis Ostern 2012 zu verwirklichen.

Ihnen allen wünsche ich tiefen Frieden für das neue Jahr 2012.

Ihr Pfarrer Ulrich Kotzur