St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

St.-Bonifatius-Kirche

Die Pfarrkirche St. Bonifatius wurde in recht kurzer Zeit von 1906 bis 1907 errichtet. Max Hasak war der Architekt.
Wegen des massenweisen Zuzugs nach Berlin – auch von vielen Katholiken – wurde ein Kirchenbau in dem Gebiet des jetzigen „Viktoriaviertels“ (damals Tempelhofer Vorstadt) dringend benötigt. Es war damals recht schwierig – auch wegen gewisser Vorurteile gegen Katholiken – ein Baugrundstück zu erhalten.

Ein eigens gegründeter Kirchensammelverein sollte die Mittel aufbringen. 130.000 zumeist wenig Begüterte haben zum Bau der imposanten Kirche im neugotischen Stil beigetragen. Von 1888 bis zur Kirchweihe 1907 musste in behelfsmäßigen Quartieren, z.B. auch im Lagerraum einer Metallwarenfabrik Hl. Messe feiert werden. Wie oft bei katholischen Kirchen und Synagogen war auf höhere Anordnung die Fassade in die Straßenfront eingegliedert, also nicht frei stehend und war demnach nicht sofort als Sakralbau zu erkennen. Die Türme waren dafür umso imposanter. Um die Kirche zieht sich eine Wohnanlage, die geschaffen wurde, um einen Teil der Unterhaltskosten der Kirche durch Mieteinnahmen zu sichern. Es entstand der „Kreuzberger Vatikan“.

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St.-Bonifatius-Kirche
Yorckstraße 88-89
10965 Berlin
Deutschland


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