St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Tage der Gnade, Tage des Heils

02.03.2014 / Redaktion

Liebe Gemeinde,
die zweite Präfation für die Fastenzeit (MB Seite 374) beginnt mit den Worten: „Wir danken dir, Vater im Himmel und rühmen deinen heiligen Namen. Denn jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt sind die Tage des Heiles“. Die Liturgie der Kirche greift hier einen Gedanken von Paulus auf. Der Apostel spricht von seinem Auftrag: „Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ (2 Kor 5,20). Diesen Auftrag haben der Apostel und seine Mitarbeiter unbedingt zu erfüllen; nichts darf und kann sie davon abhalten. Denn die Zeit, in der Gott sein Heil wirkt, ist das „Jetzt und Heute“. Deshalb sagt Paulus: „Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung“ (2 Kor 6,2). Dieses „Jetzt“ Gottes ist auch uns als Christen in unserer Pfarrgemeinde St. Bonifatius gesagt.

Wie verwirklicht sich dieses „Jetzt“, das für uns „Zeit der Gnade“ sein will?

Einmal erfüllt sich dieses Wort in den Liturgien, die wir in unseren beiden Kirchen täglich feiern. Dort sind die Zeit und der Ort der Gegenwart Gottes. Aber auch in allen anderen gottesdienstlichen Feiern stehen wir als Christen vor dem geheimnisvoll anwesenden Gott. Darum gehören zur österlichen Vorbereitungszeit gemeinsame Gottesdienste, persönliche Gebete und der Empfang des Bußsakramentes. Wer so lebt, erhält göttliche Kraft, um dem Nächsten in Liebe zu dienen.

Gott ist ebenfalls gegenwärtig in der Heiligen Schrift

Der heilige Benedikt ließ jeden Morgen zu Beginn des Psalmgebetes Psalm 95 singen, in dem es heißt: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht“ Wer sich dem Wort Gottes in der Bibel öffnet, bei dem ist Gott anwesend. Eine regelmäßige persönliche Bibellesezeit, gerade in der Fastenzeit, kann wahre Wunder wirken.

Umkehr ist täglich neu erfahrbar

Wie auch immer Sie ganz persönlich diese 40 Tage gestalten und leben: Verdrängen Sie Gedanken von Last und Schwere. Freuen Sie sich auf die Zeit der Gnade und Tage des Heiles. Die Gegenwart Gottes und die Möglichkeit der Umkehr sind täglich neu erfahrbar. Tauchen Sie ein in die Liturgien der Fastenzeit in unseren beiden Kirchen. Lassen Sie nicht nach im persönlichen Gebet, im Betrachten des Wortes Gottes, im Empfang der Sakramente und im Dienst am Nächsten. Freuen Sie sich im Monat Februar auf die Begegnung mit allen Menschen guten Willens, hier in unserer Pfarrgemeinde und darüber hinaus!

Einen gesegneten Beginn der Österlichen Bußzeit wünscht Ihnen
Ihr Diakon Klaus-Peter Schaal