St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Leitartikel

  • „Ist das nicht Freikirche?“

    31.05.2018/Redaktion

    Ein Interview der Gemeindereferentin Frau Lapawczyk mit Pfarrer Cornelius:

    Frau Lapawczyk (Gemeindereferentin): Am Pfingstsonntag feierten wir eine geisterfüllte Hl. Messe. Zum Glaubensbekenntnis luden Sie die Gemeinde zum Einzelsegen an die Altarstufen ein. Dieser Gang nach vorne sollte einem Glaubensbekenntnis gleichkommen. Warum bringen Sie solche Elemente ein?

    Pfarrer Cornelius (Pfarrer): Ich versuche durch unterschiedliche Methoden und Herangehensweisen die „Zuhörer“ zu einem Mitmachen zu animieren, sie so in die Glaubensvermittlung einzubeziehen, so dass sie sich persönlich stärker mit ihrem Glauben auseinandersetzen. In den letzten Jahren gab es bei uns hierzu unterschiedliche Methoden. So habe ich die Gemeinde motivieren wollen, sich an der Predigt zu beteiligen, indem sich die Gläubigen durch Statements in diese einbringen. Oder ich lade die Gemeinde ein, im Anschluss an die Predigt, sich über das Gehörte in kleinen Gruppen auszutauschen.

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  • Ist das Kreuz eine Zumutung?

    21.03.2018/Redaktion

    In Wien an der Universität wird gerade über das Kreuz gestritten. Darf man das Kreuz an der Wand des altehrwürdigen Hörsaales den Studenten, die nicht Theologie studieren, zumuten? Déjà-vu!
    Man denke an das „Kruzifix-Urteil“ von 1995, das mit dem höchstrichterlichen, vom Recht auf „negative Religionsfreiheit“ in Schulen und Unterrichtsräumen ausgegangen war.

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  • Sehnsucht nach Gott

    02.02.2018/Redaktion

    Am 14. Februar beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Zu den üblichen, eher stofflich-materiellen Fastenvorsätzen (weniger Schokolade, weniger Alkohol, weniger Internet, Smartphone, Shoppen, Auto) kommen meist die spirituellen Vorsätze dazu, die meiner Meinung nach zentral sind für unsere Vorbereitung auf Ostern: Mehr Zeit für Gebet! Zeit für Leerlauf, kostbare ungefüllte Zeit, in der unsere Sehnsucht, unser Hunger nach Gott eine Chance hat, wahrgenommen zu werden. Und dabei die Frage nach Gott öffnen, sich lösen von einem oft starr gewordenen Gottesbild.

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  • Gott sucht Heimat unter den Menschen

    01.12.2017/Redaktion

    ...kann das einer glauben? Gott macht sich auf den Weg aus dem nicht greifbaren Raum hinein in unser ganz konkretes Dasein. Er wählt eine Frau aus, die zur Brücke zwischen dem einen und dem anderen Ort wird, die es möglich macht, dass ER so ganz da sein kann unter uns. Im Kind zeigt ER sich, es wächst unter ihrem Herzen. Und dann wird ER geboren an einem Platz, den wir im Traum nicht wählen würden für die Geburt unserer Kinder: eine Höhle, ein Stall für die Tiere, ganz und gar ungastlich. Aber es ist kein anderer Platz da; die Not entscheidet...

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  • Dem Leben dienen...

    30.06.2017/Redaktion

    Kennen Sie das, dass einem manchmal Dinge plötzlich aufgehen, dass einem etwas wie Schuppen von den Augen fällt? So ging es mir letzthin, als ich plötzlich wahrnahm, welche Dimension das Wort „dienen“ für unser Leben hat.
    Eigentlich wird es heute ja kaum noch verwendet …. vielleicht manchmal, wenn es heißt, dies oder das dient einer Sache oder „Wie hoch ist denn dein Verdienst?“ – immer sehr profitorientiert. Auf Englisch kommt es in unserem Alltagsleben auch manchmal vor: beim Copy-Service oder Pizza-Service. All das beschreibt aber vom wirklichen Wesen des Dienens wenig.

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  • Segen für unseren Kiez

    18.06.2017/Redaktion

    Die Prozession mit dem Leib Christi, ein­ge­fasst durch die sonnenförmige Monstranz, ist zu einem typisch katholischen Fest geworden. Entstanden ist Fronleichnam in Lüttich und wurde dort 1246 zum ersten Mal gefeiert. Keine zwanzig Jahre später hat der aus Lüttich stammende Papst Urban IV. das Fest 1264 für die ganze Kirche eingeführt. Das Fest folgt auf den Sonntag nach Pfingsten und wird an einem Donnerstag begangen, weil am Gründonnerstag Jesus das eucharistische Mahl zum ersten Mal mit seinen Jüngern gefeiert hat. (Vgl. www.kath.de, Segen für Felder und Stadtviertel.) Bei uns ist der Fronleichnamstag kein arbeitsfreier Tag, so dass die Hauptprozession am Abend um 18.00 Uhr auf dem Gendarmenmarkt gefeiert wird.

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  • Gott ist mit uns!

    31.03.2017/Redaktion

    Liebe Gemeinde,
    wenn Sie den neuen Pfarrbrief in Händen halten, befinden wir uns kurz vor den Tagen der Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu – genau in dieser spannungsreichen Zeit der Liturgie unseres Kirchenjahres, die das Batikbild auf der Titelseite zum Ausdruck bringen will. Es ist dieser besondere Moment, mit dem ihm ganz eigenen Licht vor einem Gewitter, Spannung bis in den letzten Erdenwinkel: „Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich...“

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  • 40 Tage „ohne“ oder doch „mit“?

    24.02.2017/Redaktion

    Liebe Gemeinde, ich lade Sie herzlich zur Kreativität ein. Forschen wir gemeinsam nach neuen Wegen unseren Glauben zu vertiefen und Christus neu in unser Leben zu nehmen.
    Ich bin überzeugt, dass dann auch Ostern ganz neu erfahren wird.

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  • Wieder fit werden

    03.02.2017/Redaktion

    Liebe Gemeinde, dieses Jahr bietet uns der liturgische Weg nach Ostern erneut die Gelegenheit, den Sinn und den Wert unseres Christseins zu vertiefen. Der hl. Paulus sagt, dass das Leben eines Christen oder des Glaubens wie das eines Sportlers ist. Ein Sportler trainiert hart und bereitet sich für besondere Momente und für große Ereignisse vor. Zum Beispiel ist es der Traum eines jeden Fußballers, bei der WM zu spielen und sie zu gewinnen, auch wenn es viel Training,

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  • Demut oder der Weg Weihnachten real werden zu lassen!

    29.11.2016/Redaktion

    Liebe Gemeinde, die Zeitschrift „Der Spiegel“ titelte vor vielen Jahren mit der Überschrift: „Die schamlose Gesellschaft“ (11.01.1993) und beschrieb mit drastischen Worten die Folgen einer EGO-Gesellschaft, die das Blatt damals analysierte. Im Focus stand damals die wachsende Brutalität in der Gesellschaft und vor allem unter Jugendlichen. Heute, so scheint es, ist dieses Problem nicht mehr nur eines unserer Gesellschaft, sonder ein globales. Die Kriege haben zugenommen, eine neue Welle von flüchtenden Menschen zieht umher, auf der Suche nach einem sicheren Ort und bis heute ist kein Ansatz zum Frieden in Sicht.

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