St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Santiago de Compostela

© Christian Andrees

09.10.2013 / Redaktion

Endlich waren wir am Ziel unserer Reise. Es waren einige korpulente Tage voller neuer Eindrücke für uns. Es war öfters mal nicht leicht, aber wir hielten durch und wir alle kamen Gott näher. Natürlich darf man dabei auch nicht unsere großartigen Begleiter vergessen: Pfr. Wiesböck, Pfr. Cornelius, Christian und Vreni, die uns dabei unterstützt haben.
Und heute war der Tag gekommen, an dem wir unsere letzte Etappe antraten.
Wie immer standen wir früh auf und bereiteten uns auf die letzten 5 Kilometer vor, die uns noch von Santiago trennten. Nach ungefähr einer Stunde kamen wir an der monumentalen Kathedrale von Santiago an - dem Ziel unser Reise, dort wo der Apostel Jakobus beigesetzt ist. Wir sangen einige Lieder und beteten einige Gebete vor der Kathedrale. Anschließend holten wir uns im Pilgerbüro unsere Compostela ab, die Urkunde darüber, dass wir den Weg geschafft haben.
Wir hatten bis zur Pilgermesse um 12 Uhr noch ein wenig Zeit, die wir alle zum bummeln und stöbern nutzten. Als wir dann die Kathedrale betraten, waren wir alle erstaunt über ihre Größe und Schönheit. Die Messe war auf Spanisch und unseren beiden Begleitern, Pfr. Cornelius und Pfr. Wiesböck wurde erlaubt, bei der Messe zu konzelebrieren. Pfr. Cornelius durfte sogar bei der Wandlung ein Gebet sprechen.
Das eigentliche Highlight der Messe war jedoch der riesige Weihrauch-"Krug" der an einer Schnur von der Decke hing und durch die ganze Kirche pendelte. Nach der Messe waren wir am Grab des Heiligen Jakobus und umarmten seine Statue. Dies war ein besonderer Moment für jeden von uns. Wir waren endlich am Ziel!

Nachher gingen wir zu unseren Herberge, zugegebenermaßen - sie war schrecklich. Man hatte das Gefühl als wäre man im Gefängnis.
Anschließend hatten wir bis 17 Uhr Freizeit, die jeder individuell nutzen konnte. Danach um Punkt 17 Uhr traten wir unsere letzte gemeinsame Einheit an. Wir saßen auf einer Wiese im Kreis und leiteten unsere Einheit mit 3 Liedern ein. Anschließend äußerte sich jeder zur Fahrt und wir haben Fragen beantwortet wie "habt ihr euch für einen Firmpaten entschieden" oder "habt ihr eine Vorstellung für euren Firmpatronen".
Nach dieser letzten Einheit gingen wir alle zusammen essen. Wir irrten durch die Stadt und waren am verzweifeln, bis wir endlich einen Dönerladen gefunden hatten und hineingingen. Der arme Mann war total überfordert mit unserer Bestellung. Jedoch bekamen wir nach einiger Zeit unser Essen und alle waren zufrieden. Nach dem Essen gingen wir nochmal zur Kathedrale und sangen einige Lieder und beteten ein Abschlussgebet. Jedem von uns wurde eine Gabe des Heiligen Geistes zugesprochen. Das war ein schöner Moment, da jeder von uns eine andere bekommen hatte, die zu ihm passte. Zum Abschluss des Abends haben wir einer spanischen Band gelauscht und ein wenig getanzt.

Alles in allem war es eine sehr schöne Firmfahrt und eine Bereicherung für jeden von uns. Und im Namen aller Firmlinge möchte ich mich bei unseren Begleitern bedanken die uns diese Fahrt überhaupt erst ermöglicht haben und uns mit ihrer Kraft und Geduld unterstützt haben und uns mit ihrer Weisheit gelehrt haben.
Danke für diese schöne Firmfahrt.

Buen camino.