St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Generalaudienz auf dem Petersplatz

15.10.2014 / Redaktion

Dieser dritte Tag unserer Reise durch die Ewige Stadt war wohl für viele das Highlight. Wir und jeder Einzelne von uns war zu Gast beim „Heiligen Papa“, Generalaudienz. Wir zogen wieder recht früh los. Allerdings hatten wir uns an das frühe Aufstehen und das italienische Frühstück gewohnt, so dass man die Augenringe schon garnicht mehr wahrnehmen konnte. Wir waren gut gelaunt und ein jeder auf seine Weise auch gut vorbereitet. Ein jeder nutzte die Zeit auf seine Weise. So wurden Postkarten geschrieben, SMSse in die Welt hinausgeschickt, spannende Romane gelesen und/oder über Gott und die Welt philosophiert... mehrsprachig versteht sich. Lange bevor der Papst angekündigt war, wurden die Namen der angemeldeten Gruppen verkündet... natürlich auch in den jeweils passenden Sprachen. Wir dachten alle, dass das nun nur zu Übungszwecken war. Dem war jedoch nicht so... . Und dann kam der „Heilige Papa“ auch noch zu früh. Dabei sind doch die Italiener eigentlich dafür bekannt, dass sie immer ein wenig zu spät kommen. Schon komisch. Aber wie die einzelnen Gruppen schrien, als sie ihre Namen hörten, war schon beeindruckend. Und auch unser Plakat kam zum Einsatz.
Als dieser Termin vorüber war, verstreute sich die Gruppe wie üblich in alle vier Himmelsrichtungen.
Am späten Nachmittag fuhren wir dann erstmalig mit der U-Bahn. Neben unzähligen Bussen hat Rom auch zwei ganze U-Bahnlinien. Es ging zum U-Bahnhof mit dem klangvollen Namen „Basilica San Paolo“. Direkt am Ausgang trafen wir einige unserer Truppe, die sich mit Kaffee, Espresso, Cappuccino und kleinen süßen, leckeren Köstlichkeiten stärkte. Einfach herrlich. Danach ging es los zum dritten Gottesdienst unserer Reise. In der Kirche Sankt Paul vor den Mauern sind in einem Band unter der Decke alle bisherigen Päpste eingefasst zu sehen. Sind die restlichen freien Felder voll, wird der Messias zurückkommen oder ein ähnliches Wunder geschehen. Beeindruckt hat mich am meisten der riesige Baldachin. Nach einem stillen Gottesdienst... wir hätten sonst von unserer hellhörigen Kappelle aus die gesamte Kirche beschallt... und einem Gruppenbild betonte der Pfarrer, dass er diesmal kein Abendessen organisiert hätte. Und so zogen wir vereinzelt los. Und das auch erfolgreich. Mir ist nicht zu Ohren gekommen, dass jemand in Rom verhungert wäre. Das wäre ja noch schöner... :-)

Steffi Scheinemann