St. Bonifatius

Katholisches Leben in der Mitte Berlins

Kirchenchor auf Achse nach Naumburg

29.11.2007 / Redaktion

Einmal im Jahr macht der Chor der St. Bonifatius-Kirche einen Ausflug. Den organisiert stets ganz professionell unser Chorleiter Andreas Müller.

An diesem 20.Oktober ging es nach Naumburg, an Saale und Unstrut gelegen und fast 1000 Jahre alt. Der Bus vor Boni konnte sogar planmäßig starten, weil selbst die auf dem Kirchengrundstück wohnenden Chormitglieder zwar in letzter Minute aber pünktlich erschienen. Herr Kaplan Swiderek, bewährter Tenor in unseren Reihen, verschlief die Fahrt. Er war erst gegen Morgen von einer Reise zurückgekommen. Er wachte nur einmal auf, als es Frühstück für ihn gab.

Auf die Minute, ganz nach Plan, standen wir vor der bestellten Stadtführerin. Beim Rundgang durch Naumburg erfuhren wir Interessantes über Naumburgs Geschichte, sahen uns alte Häuser an, aber der Höhepunkt war sicher der Dom St. Peter und Paul, beherbergt er doch das Wahrzeichen Naumburgs, die berühmte Figur der Uta von Ballenstedt. Ein Meisterwerk der Bildhauerkunst, wie auch weitere Stifterfiguren aus dem 13. Jahrhundert.

Mit sehr leckerem Mittagessen stärkten wir uns dann nach so viel Kultur. Wer fertig war, guckte sich ein bißchen in der Gegend um, die Lauffaulen blieben sitzen.

Wieder alle zusammen fuhren wir dann zur Besichtigung einer Wein- und Sekt-Manufaktur. Schließlich ist die Gegend um Saale und Unstrut als das nördlichste geschlossene Weinbaugebiet Europas bekannt. In einem von Mönchen vor Jahrhunderten gebauten Felsengewölbe hörten wir etwas über Wein- und Sektherstellung. Hier werden die Sektflaschen noch täglich von Hand gedreht. Es gab auch Kostproben und ich habe den Verdacht, dass die Manufaktur hinterher ein paar Probiergläschen weniger hatte.

Die nahe gelegene Neuenburg, Namensgeberin für Naumburg, konnten wir nicht mehr anfahren. Schade eigentlich; denn die gehörte mal dem Landgrafen Ludwig, dem Gemahl der Hl. Elisabeth, die auch auf dieser Burg vorübergehend wohnte. Herrn Müller sei nochmals Dank gesagt für die Mühen der Vorbereitungen, die gute Wahl des Restaurants, in dem wir so gut gegessen haben, das trockene Wetter, das er bestellt hatte, war auch eingetroffen, nur ein paar Grad Celsius mehr hätten es sein können. Wir haben manchmal ein bisschen gefroren.

Roswitha Reschke